Liturgische Vokalmusik:
Zwischen 1732 und 1735 arbeitete J.S. Bach dieses Magnificat aus dem Jahr 1723 um, indem er u. a. die vier weihnachtlichen Einlagesätze wegließ. Dadurch entstand eine quasi neutrale, nicht an Weihnachten gebundene und somit vielseitiger verwendbare Fassung. Weitere Änderungen sind, dass Bach die harmonisch kühnere Fassung von 1723 in zahlreichen Details entschärfte und das Werk von Es-Dur nach D-Dur transponierte. Damit wählte er jene Tonart, die zu der Zeit als trompetenfreundlich und als „Ton des Triumphes, galt.
Diese zweite Fassung, die bis heute mehrheitlich zur Aufführung gelangt, erhielt im Bach-Werke-Verzeichnis die Nummer 243 (BWV 243), während die erste und ursprüngliche Fassung unter der Nummer 243 a eingeordnet ist.
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