Memmingen Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt Vollgeläut

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Uploaded by on Feb 22, 2011

Mariä Himmelfahrt ist eine moderne römisch-katholische Stadtpfarrkirche in der Augsburger Straße im Osten von Memmingen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen über 7000 Kriegsflüchtlinge und 1000 baltische Auswanderer nach Memmingen. Die meisten fanden im Osten der Stadt Unterkunft. Dadurch wurde der Bau einer neuen katholischen Kirche notwendig. Der erste Spatenstich erfolgte am 11. Oktober 1954. Die Grundsteinlegung fand am 30. April 1955 durch den Augsburger Bischof Josef Freundorfer statt. Dieser weihte auch die Kirche nach ihrer Fertigstellung am 18. November 1956. Der Architekt des Bauwerkes war der aus Bad Oberdorf im Allgäu stammende Thomas Wechs. In seinen Bauten ist der Grundsatz erkennbar, alle Künste am Bau zusammenklingen zu lassen. Für das Gotteshaus in der Augsburger Straße entwickelte er eine neuartige Sektorenkirche

Nähert man sich von der Augsburger Straße der Kirche, fällt sofort der markante 48,50 Meter, mit Turmkreuz 58,50 Meter hohe Turm ins Auge. Das Turmkreuz ist ein auf den Kopf gestelltes lateinisches Kreuz, ein sogenanntes Petruskreuz. Um nicht den aufrechten Tod Jesu zu entweihen, ließ sich Petrus mit dem Kopf nach unten kreuzigen. Das Erdgeschoss des Turmes birgt das Kriegerdenkmal in Form einer Pietà von Andreas Bindl aus München. An der Konsole der Figur steht groß in lateinischen Lettern: Quo vadis? Georg Bernhard schuf die künstlerisch hochwertigen Kupfertüren der Kirche.

Der quadratische Raum wird von Ost nach West von zwei großen Eisenbetonbögen mit einer größten Spannweite von 42,50 und einer Scheitelhöhe von 18 Metern überspannt. 1974 wurde die Kirche renoviert, Ziegelwände wurden verputzt und im Rahmen der Liturgiereform wurde seitlich vom Altar ein Ambo aufgestellt. An der Südseite des Chores ist die Sakristei und an der Nordseite des Chores eine Marienkapelle untergebracht. Über dem Altar prangt ein Leuchter mit zwölf Kerzen. Sie sollen an die heilige Stadt Jerusalem mit den zwölf Zinnen erinnern. Unaufdringlich steht in der Mitte der Altar und schräg dahinter der messingvergoldete Tabernakel, gestaltet von Therese Hössle-Seidel mit der Darstellung des Letzten Abendmahls. Die Orgel stammt von der Firma Rieger aus Vorarlberg.

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