Uploaded by lendallpitts on Dec 13, 2009
Carters Interesse an der Musik begann an der Highschool, wo er von Charles Ives gefördert wurde und sich für die damalige avantgardistische Musik begeisterte. Er studierte Englisch und Musik an der Harvard University und an der Longy School of Music, zu seinen Lehrern gehörten Walter Piston und Gustav Holst. Dort sang er auch im Chor der Universität, dem Harvard Glee Club. 1932 schloss er sein Studium in Harvard mit einem Master ab. Ein Studium von 1932 bis 1935 an der École Normale de Musique in Paris bei Nadia Boulanger schloss er als Doktor der Musik ab. Seither lebt er als Komponist und Lehrer in New York und Waccabuc (NY), seit 1945 in Greenwich Village.
Von 1940 bis 1944 unterrichtete Elliott Carter am St. John's College in Annapolis, Maryland. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete er für das United States Office of War Information. Nach dem Krieg unterrichtete er am Peabody Conservatory (1946 - 1948), an der Columbia University, dem Queens College, New York (1955-56) und der Yale University (1960-62). Seit 1967 ist er an der Cornell University tätig und seit 1972 auch an der Juilliard School. Für das Tanglewood Music Center unterrichtet er jährlich Meisterklassen für Komposition.
Carter gilt heute als Nestor amerikanischer moderner Musik. Er gewann 1960 sowie 1973 den Pulitzer-Preis und ist Träger zahlreicher Auszeichnungen. 1967 wurde er als Mitglied in die American Academy of Arts and Letters aufgenommen. Am 7. Februar 2009 wurde ihm für sein Lebenswerk als nicht aufführender Musikschaffender als ein besonderer Grammy Award der Trustees Award verliehen.
Carters erste Kompositionen sind dem "Neoklassizismus" zuzuordnen. Zunehmend unzufrieden mit seiner eigenen musikalischen Sprache, begab er sich 1950 nach "Sonora Desert" bei Tucson/Arizona und schrieb dort sein erstes Streichquartett. Dieses 40-minütige Werk stellt einen Wendepunkt in Carters Schaffen dar. Es ist schroffer, dissonanter und komplexer als seine früheren Werke. Den einzelnen Instrumenten werden vorher bestimmte Intervalle, Gesten und rhythmische Proportionen (z. B. Triolen, Quintolen, Septolen) zugeordnet. Am besten ist diese Technik in seinem 3. Streichquartett zu beobachten. Die Spieler sind in zwei Duos unterteilt (Violine I und Cello/ Violine II und Viola), welche weit voneinander getrennt, gleichzeitig unterschiedliche Sätze spielen.
1999 schrieb Carter, 90-jährig, seine erste Oper "What Next", die in Berlin an der Staatsoper Unter den Linden durch Nicolas Brieger und Daniel Barenboim mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. Mit zunehmendem Alter wurde seine Musik leichter (jedoch nicht im spieltechnischen Sinn), durchsichtiger und humoresker.
Die Musiker Pierre Boulez, Heinz Holliger und Daniel Barenboim sind die bekanntesten Förderer seiner Musik.
This is actually the second recording of this work, released in 1965. The artists are Samuel Baron, Flute; Ronald Roseman, Oboe; Alexander Kouguell, Cello; and Sylvia Marlowe, Harpsichord, who commissioned it.
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