Es war einmal Tschetschenien - Part 1

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Uploaded by on May 31, 2007

Vor fast einem Jahrzehnt sind russische Truppen in Tschetschenien einmarschiert. Am 25. Dezember 1994 erklärte Boris Jelzin, er werde "Recht und Ordnung in Tschetschenien wieder herstellen". Zum erstem Mal seit dem Zerfall der Sowjetunion und der Geburt der Russischen Föderation beschloss der Kreml, entgegen der Vorbehalte von Armee und Abgeordneten, einen innenpolitischen Konflikt mit militärischen Mitteln zu lösen. Der erste Feldzug dauerte zwei Jahre und hatte lediglich zur Folge, dass der Ruf der "Unbesiegbarkeit der russischen Armee" zerstört und die unerbittliche Widerstandskraft des tschetschenischen Volkes augenfällig wurde. 1999, drei Jahre danach, fing alles von vorne an: Russische Truppen marschierten in Grosnij ein, und die Stadt wurde Monate lang mit Bomben und Raketen beschossen.

Die Autorin und Regisseurin georgischer Abstammung, Nino Kirtadze, hatte den Tschetschenien-Krieg 1994 und 1996 als Kriegsberichtserstatterin zuerst für die französische Presseagentur AFP, danach für die Associated Press begleitet. Um die gesamte Tragweite dieses Krieges begreiflich zu machen, konfrontiert Nino Kirtadze in ihrer Dokumentation die Aussagen von fünf Journalisten unterschiedlicher Herkunft, die in beiden tschetschenischen Konflikten als Berichterstatter für internationale Presseagenturen tätig waren. Diese Augenzeugenberichte liefern wesentliche Bausteine zur Rekonstruktion der Ereignisse und zeigen Dreh- und Angelpunkte des Konflikts sowohl aus professioneller als auch aus persönlicher Sicht. Die Journalisten stützen ihre Berichte auf von ihnen selbst geschossene und ausgewählte Bilder. Die Stellungnahmen sind keineswegs homogen, aber Widersprüche und abweichende Untermauerungen spiegeln gerade die Vielschichtigkeit dieses bewaffneten Konflikts wider, den Präsident Putin nicht beenden konnte, sondern eher verschärft hat. Dabei wird auch deutlich, welchen Schwierigkeiten Kriegsberichtserstatter beim Ausüben ihres Berufs ausgesetzt sind.

Zu Wort kommen:

- Robert Parsons
bis 2001 Leiter der BBC-Niederlassung in Moskau: er berichtete über mehrere Konflikte nach der Zersplitterung der UdSSR und über die beiden Tschetschenien-Kriege. Sein Beitrag ist eine scharfsinnige Analyse der politischen Situation.

- Stanley Greene
Fotograf im Auftrag der Agentur VU. Mit dem "World Press Photo Award" ausgezeichnet, fotografierte den Fall der Berliner Mauer 1989 und den Moskauer Putsch des Jahres 1993. Seit 1994 berichtet er vom Tschetschenien-Krieg, der für ihn zum Symbol von Ungerechtigkeit und Verständnislosigkeit wurde.

- Sophie Shihab
Auslandskorrespondentin der Tageszeitung "Le Monde" in Moskau: Sie berichtete anfangs über den Tschetschenien-Krieg und lieferte eindrucksvolle Interviews von Kämpfern beider Lager. Sie verfügt über hervorragende Kenntnisse der politischen Aspekte sowie der Interessen beider Parteien des Konflikts.

- Andrej Babitsky
Korrespondent von "Radio Free Europe": Er hatte als erster auf die Existenz russischer Konzentrationslager für Tschetschenen aufmerksam gemacht. In Tschetschenien vom russischen Geheimdienst gekidnappt, wurde er nach mehreren Wochen Gefangenschaft dank einer internationalen Protestkampagne freigelassen. Er steht nach wie vor unter Beobachtung des ehemaligen KGB.

- Petra Prokhatskova
Auslandskorrespondentin der tschechischen Presseagentur "Epizentrum": Sie genoss das Vertrauen der tschetschenischen Kriegsherren und konnte dadurch entscheidende Momente des Kriegsgeschehens mitverfolgen. Sie gab ihren Journalisten-Beruf auf und baute inmitten der Ruinen der Stadt Grosnij ein Waisenhaus auf. Nach den Dreharbeiten musste sie auch dieses Projekt wieder aufgeben und kehrte zurück in die Tschechische Republik.
(2005)

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Top Comments

  • ich habe auch Mitleid für das tschet. Volk, dieses ganze Leiden und nun kommt Kadyrow und verkauft das Blut der Volkshelden und das Schicksal des Landes für ein paar Luxusautos und Schmuck und Frauen..

  • Man sollte einfach alle Politiker, die nach Krieg schreien mit je einer Waffe auf eine Insel stecken und nach einem Jahr nachsehen wer den Krieg gewonnen hat.

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All Comments (101)

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  • Interessante Doku

    Aber seit dem Dagestan - Massaker ist mir bewusst geworden was ein Menschenleben in Tschetschenien und Russland wert ist wenn es in einem Konflikt ist der im eigenen Interesse geführt wird wie bei Schamil Salmanowitsch Bassajew

  • Leute! Hört doch mal auf das Ganze in gut und böse zu teilen! Da gibt es keine eindeutigen Grenzen! Der erste Tschetschenienkrieg hat angefangen, weil die russischsprachige Bevölkerung dort systematisch vertrieben und getötet wurde. Diesen Fakt vergessen komischerweise viele! Ich mag alle Völker, auch die Tschetschenen, aber islamische Söldner, die nur Macht auf dem Kaukasus im Sinn haben, zählen für mich nicht zu "Rebellen" und schon garnicht zum tschetschenischen Volk!

  • Tschetschen sind sehr gute menschen habe einige selbst kennen gelernt das ist einfach nur wieder eine grosse ungerechtigkeit was dort passiert

  • Man merkt deutlich, dass hier Muslime eher für ein unabhängiges Tschetschenien argumentieren. Das ist nicht schlimm, jedoch sollte beachtet werden, dass Tschetschenien 70 Jahre lang kommunistisch war. - und ohne jegliche Konflikte! Jetzt kamen die Taliban und welch Wunder - es kam zu einem Krieg-> Wie wäre es wenn man die Türkei und den Iran mal so in unabhängige Staaten zerstückelt? Oder durch freie Wahlen den Kurden mal so ein Stück von der Karte abschneidet? So fühlt sih Russland.

  • Des is voll hart..Die Menschen so leiden zu sehn..Ich versteh nicht, wieso immer Krieg sein muss..-.-

  • Diese doku lässt keinen kalt. Respekt vor den journalisten , die es gewagt haben die tragische warheit in bild und ton festzuhalten. Es ist wahnsinnig schokierent ,dass ein menscheleben für die russische regierung nichts wehrt ist.

  • das einfache volk wie du und ich sind leicht manipulirbar und wer leidet bei solchen kriegen am meisten?? das volk!

    die politiker und reichen sidn schuld das es der welt so schlecht geht

    ich selbst bin russe und liebe mein land(dazu gehört auch tschetschenien)

    deutschladn natürlich auch weil ich dankbar bin hier leben zu dürfen und zu arbeiten

    mich regt auf das alle gegen russland sind obwohl es in meinen augen ncith ein land gibt das gut ist. das volk vielleicht aber die regierungen nicht

  • wie Putin sagt,ein Tschetschene ist weder Mensch noch Tier

  • Ein paar schlecht bewaffnete reichen aus um die Russen zu besiegen! hahahahah

    wie jämmerlich die russen sind.

    seht mal wie wir mit den pkk ratten umgehen:

    wir haben sie tief in den norden des irak vertrieben, dort fristen sie nun ein leben als ratten!

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