Lars Grünwoldt 2009 - Lied "Der Fischer" Schubert

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Uploaded by on Nov 12, 2009

Der Fischer ist eine kurze Ballade von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahr 1779. Die Ballade handelt von einem Fischer, der angelnd am Ufer sitzt, als eine Nixe vor ihm auftaucht und ihn mit Gesang und Worten in die Tiefe lockt. Der am Ufer sitzende Fischer ist bereit, obwohl er „kühl bis ans Herz hinan ist, die geheimnisvolle und magische Kraft des vor ihm fließenden Wassers zu erfahren. Die vor ihm emporsteigende Nixe kann also als seine seelische Situation interpretiert werden, demnach ist er von der beschwörenden Kraft des Wassers bereits in den Bann gezogen worden. Die leise Wellenbewegung, die das Ufer erreicht und ihm schließlich sogar den Fuß netzt, das Rauschen und Schwellen der Wassermassen, hat seine Sinne eingefangen. Er ist fasziniert von der kühlen, glitzernden Wasserfläche, in der sich Sonne, Himmel und sein eigenes Angesicht spiegeln.
Erotisches klingt nur sehr leise an. Die Nixe, das „feuchte Weib, Liebe und Lockung zugleich, ist vor allem die Inkarnation der geheimnisvollen Kraft des Wassers. Ihre halb gesungenen, halb gesprochenen Worte passen zu dem seelischen Zustand des Fischers. Er ist, so wie die Nixe ein Sinnbild der magischen Kräfte der Natur ist, ein Sinnbild des Menschen, der eins mit der Natur wird. Die Schlussworte der Nixe „lockt dich dein eigen Angesicht nicht her in ewgen Tau? sprechen dies deutlich aus.

Von dieser Seite her betrachtet, scheint die Nixe weniger ein reales Naturwesen, als ein Gebilde der Phantasie des Fischers zu sein, in Wirklichkeit also nicht existent, sondern nur als Eingebung erfahrbar. Die Lockung des bewegten Wassers wäre somit im Fischer selbst. Seinem eigenen Wunsch gibt er nach, „auf den Grund herunterzusteigen und „gesund zu werden. Das heißt, alle Lasten und Mühen des Irdischen abzustreifen, „Menschenwitz und Menschenlist preiszugeben und sich mit dem „Ewigen zu verbinden.
Goethe sagte selbst über seine Ballade: „Es ist in dieser Ballade bloß das Gefühl des Wassers ausgedrückt, das Anmutige, was uns im Sommer lockt, uns zu baden; weiter liegt nichts darin.

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  • kommt mir das nur so vor oder schleppt er manchmal ein bisschen?

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