Peter Scholl-Latour berichtete über die Roten Khmer in Kambodscha :
Vor der Schreckensherrschaft der Roten Khmer waren über 150 000 Menschen nach Vietnam geflüchtet. Seit Anfang 1977 kam es immer häufiger zu Grenzzwischenfällen an der Kambodschanisch-Vietnamesischen Grenze. Als nach inneren Auseinandersetzungen sich die Hanoi hörigen Kommunisten von den Peking freundlichen Roten Khmer abspateten, eine Nationale Kambodschanische Befreiungsfront gründeten und den Kampf eröffneten, griff Hanoi ein. In einem Blitzkrieg vom 25. Dezember 1978 bis 16.Januar 1979 eroberten 200 000 vietnamesische Soldaten Kambodscha.
@FrankEMeyer
Das ist eben die Misere, volle Zustimmung.
Wir sind eine Demokratie, weil theoretisch ein anderer Weg ohne Gewalt möglich wäre.
Aber in der Praxis wird die öffentl. Meinung so geformt das diese Möglichkeit fast schon ausgeschlossen ist, was fast schon zu perfekt funktioniert.
Im Prinzip regiert tatsächlich der Profit usw.
Wenn es doch mal anders kommen sollte, bin ich mir nicht sicher ob nicht doch wie in anderen Ländern auch Putsch oder Gewalt dagegen eingesetzt wird.
lunatir 7 months ago
@lunatir
Ok, theoretisch sind wir und/oder die USA eine Demokratie. ^^ Eine richtige Demokratie bietet aber immer die Wahl zwischen verschiedenen Wegen. Mal ehrlich, siehst du bei uns oder in den USA irgendeine Wahlmöglichkeit? Im großen und ganzen sind die großen Parteien hier, wie auch drüben alle der selben Meinung über den "richtigen" Weg (ich rede jetzt nicht über die Wahlversprechen) und die Wähler dürfen eigentlich nur abnicken wer sie in den nächsten Jahre auf den "richtigen" Weg führt.
FrankEMeyer 7 months ago
@FrankEMeyer
Ich würd zwar die USA oder Uns Noch als Demokratien bezeichnen, weil theoretisch ein anderer Weg durch Volkswillen möglich wäre.
Aber in der Praxis wird dies schon durch Medienmacht verhindert.
Es gab aber immer Versuche zu sozialistischen Demokratien, was mir Hoffnung macht.
Zu China:
Man versucht zwar per Parteihochschule diesen Weg zu rechtfertigen, also das man mit den Mitteln des Gegners usw.
Naja ;)
Immerhin wird es wahrscheinlich Keine "interveniernde" Weltmacht.
lunatir 7 months ago
@lunatir
Ich gehe sogar einen Schritt weiter und sehe die USA nicht mehr als eine Demokratie an. Es ist höchstens noch eine Scheindemokratie (wie z.B. Russland auch). Wohingegen China z.B. nur noch ein Scheinkommunistischer Staat ist.
In allen diesen Staaten sind die politischen Grundprinzipien zugunsten des Profits und der Marktwirtschaft geopfert worden und alle Menschen die im Laufe der Auseinandersetzungen zwischen den beiden Systemen gestorben sind waren völlig unnötige und sinnlose Opfer
FrankEMeyer 7 months ago
@FrankEMeyer
Ganz deiner Meinung.
Meine eher "antiamerikanische" Einstellung kommt von dieser einseitigen aktuellen Medienlandschaft, wodurch viele Leute ein völlig verzerrtes Bild von solchen Ereignissen haben.
Es ist sozusagen ein Versuch des Ausgleichs.
Mir geht es um Ursache und Wirkung, nicht um Folgen.
Ohne diese Medien würd ich anders argumentieren, denn auch ich halte Demokratie für eine der wichtigsten Errungenschaften, obwohl gerade die USA viele Demokratien wegputschten.
lunatir 7 months ago
@lunatir
Ich gebe dir im Großen und ganzen Recht, aber ich bemerke eine starke antiamerikanisch Haltung in deinen Kommentare hier. ^^ Ich bin bestimmt kein Freund der amerikanischen Außenpolitik, aber nur den Amis die Schuld zu geben wäre nicht die ganze Wahrheit. Glaub mir, wenn man zu der Zeit gelebt hat und sich einigermaßen politisch informiert hat konnte man gut erkennen das sich die Supermächte gegenseitig nichts geschenkt haben und es alles unmenschliche Regime waren. :(
FrankEMeyer 8 months ago
@Birkenspanner
Naja, es sollen ca.500000 gewesen sein.
Insgesamt im Vietnamkrieg bis zu 4 Mio.
Die weitaus meisten waren Zivilisten.
Allein auf das kleine Nordvietnam wurde schon mehr Bombenlast abgeworfen als noch im 2.WK.
Die Dimensionen kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen.
Ohne Ameise zu werden, wäre das nicht zu überstehen gewesen.
lunatir 8 months ago
@Osterochse
Der neutrale Prinz Sihanouk widersetzte sich den USA und der Bombardierung Kambodschas.
Daraufhin wurde er auch mit Hilfe des CIA weggeputscht, und der US-freundliche General Lon Nol übernahm seinen Platz.
Die Bombardierungen kosteten etwa 500000 Kambodschanern das Leben und trieben viele zu den "Rotkhmer".
Deswegen verstanden sich tatsächlich viele "Rotkhmer" ursprünglich als Partisanen des Prinzen Sihanouk.
lunatir 8 months ago
@Osterochse
Ein Grund für den Krieg war, daß die von der UNO angesetzte Wahl zu einem wiedervereinigten Vietnam von den USA und südvietnamesischen Diktatur blockiert wurde.
Die nahmen an das freie Wahlen zu einem Sieg Ho Chi Minhs führen würden.
Danach wollten die südvietnamesischen Vietkong das Land gewaltsam einen, was auch den Grund für den Eingriff des Nordens bot.
Es ist wahrscheinlich das der Süden ohne die USA schnell gefallen wäre, was die meisten Toten und Folgen erspart hätte.
lunatir 8 months ago
@FrankEMeyer
Als China sich von der SU entfernte, wollten die USA mit China bessere Beziehungen aufbauen um dies gegen die SU nutzen zu können.
Deshalb wurde das Pol Pot Regime als Verbündeter Chinas sogar von vielen westl. Staaten anerkannt und kam sogar in die UNO.
Die SU unterstützte dagegen verstärkt Vietnam, welches zum Glück mit seinem Einmarsch den Völkermord beendete.
Und während das CIA weiter die "Rotkhmer" unterstützte, wurde Vietnam auch noch wegen des Einmarsches verurteilt.
lunatir 8 months ago