Freispruch für Matti Z.

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Uploaded by on Dec 14, 2007

Abendschau vom 13.12.2007
Freispruch für Matthi Z.?

Ein zur linken Szene gehörender Schüler muss sich wegen eines mutmaßlichen Angriffs auf ein zum rechten Spektrum zählendes Pärchen verantworten. Liegt eine Falschbelastung vor, weil er in einem früheren Verfahren gegen einen bekannten Neonazi aussagte?

Matthias Z. ist Jugendleiter bei der Gewerkschaft Verdi, ehrenamtlich aktiv für die Lebenshilfe und Mitarbeiter der Beratungsstelle Reachout, die Opfer rechtsextremer Gewalt betreut. Einzig ein Foto aus Nazi-Archiven brachte ihn für über drei Monate in Untersuchungshaft.

Alles fängt am Bahnhof Lichtenberg im November letzten Jahres an. Vermummte überfallen zwei Neonazis und schlagen mit einer Stahlrute zu. Die Täter entkommen unerkannt. Unter den Opfern
Befindet sich eine Ex-Funktionärin der NPD-Jugend, Stefanie P. Sie selbst ist als rechtsextreme Schlägerin vorbestraft.

Obwohl die Angreifer vermummt waren, will sie plötzlich doch jemanden erkannt haben und präsentiert ein Foto aus Nazi-Archiven. Es zeigt Mattias Z. Gegen ihn gibt es keine weiteren Beweise. Trotzdem kommt er in Untersuchungshaft. Der Vorwurf lautet versuchter Totschlag.

Abhörprotokolle der Polizei zeigen, dass auch Gespräche mit dem Anwalt protokolliert werden. Die Wohngemeinschaft des Nazi-Gegners wird noch tagelang abgehört, als der längst in Haft sitzt - illegal,
so die Verteidiger.

Doch trotz fragwürdigen Aufwands findet sich nichts Belastendes. Einzige Anhaltspunkte der Ermittler bleiben die Aussagen von vorbestraften Nazi-Schlägern, die auch in anderen Verfahren vermeintliche Linke offenkundig falsch belasteten.

"Äußerst merkwürdig" findet das ein Vernehmungsbeamter. Doch beim Haftprüfungstermin legen die Ermittler den Vorgang nicht vor, und sie halten ein DNA-Gutachten zurück, das Matthias Z. entlastet. Der Vorwurf des Verteidigers: Frisierte Akten brachten seinen Mandanten in U-Haft.

Polizeichef und Staatsanwalt indes hegen - so heißt es - keine Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit des Verfahrens. Matthias Z. muss 1200 Euro Strafe zahlen, weil sich in seiner Wohnung ein Teleskopschlagstock fand. Doch vom Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung wurde er freigesprochen.

Beitrag von Norbert Siegmund

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All Comments (3)

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  • ich bin in einem projekt zur integration von ausländern durch sport.Ich erlebe häufig wie türken mit messerwunden zum training kommen weil sie von nazis überfallen wurden.Die Leiterin des Porjektes hat einmal versucht einen Nazi bei der Polizei wegen körperverletzung anzuzeigen doch die Polizei konnte nicht viel tun mit der begründung"das haben wir schon oft gehöhrt aber sein Vater ist Richter im Landesgericht. Da kann man mal sehen wie weit sich die npd verbreitet hat.

  • ja schlgt die huren nazis tod!!!!! gut gemacht

  • Nazis haben Schläge einfach verdient^^

    Ich finds geil!!!!!

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