„Im weißen Rössl am Wolfgangsee" steht es bekanntlich vor der Tür: das Glück! Alle sind zufrieden bei Sommer und Sonnenschein, die blühende Bergidylle genießend. Nur Zahlkellner Leopold ist nicht ganz so zufrieden, denn er ist unglücklich verliebt in seine Chefin, die „Rössl"-Wirtin Josepha Vogelhuber. Doch es gibt keine Zeit für sentimentale Träumereien, denn es ist Hochsaison. Alle sind aus ihren Städten gekommen, um am Wolfgangsee Urlaub zu machen: der ewig nörgelnde Fabrikant Giesecke mit seiner Tochter Ottilie, der immer wieder von der „Rössl"-Wirtin, aber weniger von Leopold gern gesehene Stammgast Dr. Siedler und auch der sparsame Prof. Hinzelmann mit seiner Tochter Klärchen. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch der „schöne" Sigismund Sülzheimer auf, der Sohn von Gieseckes größtem Geschäftskonkurrenten. Die „Rössl"-Wirtin hat alle Hände voll zu tun -- mit den verwöhnten Gästen, dem Piccolo, dem „kuhäugigen" Leopold und schließlich auch noch mit Seiner Majestät, dem Kaiser, der just in ihrem Hause zu logieren wünscht.
Seit einigen Jahren ist das „Weiße Rössl" mit seinen Welthits „Die ganze Welt ist himmelblau" und „Es muss was Wunderbares sein" zum absoluten Kultstück avanciert und hat gerade das Interesse junger Besucher am oft schon totgesagten Genre Operette neu angefacht. Plötzlich ist klar geworden, dass Benatzkys Meisterwerk - eine Mischung aus Revue, Operette und Musical - beileibe kein musikalischer Heimatfilm mit muhenden Kühen und schneebedeckten Alpengipfeln ist, wie uns biedere Verfilmungen der 50er und 60er Jahre weismachen wollten. Das „Rössl" ist ganz anders und noch viel mehr!
sehr interessante inzenierung,muss man schon sagen
jokestar999 1 year ago