Kräuterkult statt Kruzifix
Naturreligionen in Großbritannien
Ein uralter Naturglaube erfreut sich in Großbritannien immer größerer Beliebtheit. Es geht um Druiden, Hexen und Barden. Was für den einen wie esoterischer Hokuspokus klingt, ist für andere Glaubenssache. Der Trend zur Naturreligion spiegelt das Bedürfnis nach ökologischer und umweltbewusster Lebensweise wider.
Der Glaube an die Kräfte der Natur, auch Paganismus genannt, ist in Großbritannien mittlerweile zur sechstgrößten Religionsgemeinschaft avanciert. Die Anhänger des Paganismus feiern den Rhythmus der Natur und deren Götter: Winter- und Sommersonnenwende, Erntefest und andere Feste zu Ehren alter Naturgötter. Ein beliebter Pilgerort der Pagans ist Stonehenge in Südengland. Dort zelebrieren jährlich hunderte Druiden, Hexen und Barden alte Rituale, experimentieren mit Kräutern und erzählen sich Mythen.
Aufstrebende Druidenbewegung
Nicht immer ganz legal, denn das prähistorische Stonehenge ist eigentlich nicht frei zugänglich. Dass die Glaubensgemeinschaft nun dort zur Sommersonnenwende feiern darf, verdanken sie "King Arthur", dem selbst ernannten Oberhaupt der britischen Druidengemeinschaft. King Arthur ist der politische Arm der Pagan-Bewegung und hat für dieses Recht lange gekämpft.
Alternativ und unabhängig, das sind viele Pagans. Wer heute mit Kräutertinkturen und Zauberstäben hantiert, hat sich früher für den Weltfrieden eingesetzt. Und so weit entfernt von dem politischen Aktivismus der siebziger und achtziger Jahre liegt der Naturkult nicht. Die Natur anzubeten, das bedeutet, sie zu achten und zu schützen. Ein Grund für den starken Zulauf der Naturreligion ist ein verändertes Gesellschaftsbild. Alternativ und esoterisch zu leben, die materialistische und hierarchische Gesellschaft zu verneinen, gilt als hip und modern.
Früher links, heute Pagan
Es ist die neue, junge Linke, umweltbewusst und konsumkritisch, die sich zunehmend für den Paganismus interessiert. Trotz steigender Mitgliederzahlen kämpfen die Pagans immer noch um die gesellschaftliche Akzeptanz. Mittlerweile erlaubt die britische Polizei sogar dem Teil ihrer Angestellten, die Anhänger der Naturreligion sind, sich an deren religiösen Feiertagen freizunehmen. Damit gilt für den Paganismus das gleiche Recht wie für Christen an Weihnachten oder für Muslime an Feiertagen des Ramadan.
Bis zur völligen Gleichberechtigung könnte es allerdings noch einige Zeit dauern. Denn noch sind es nur einige hunderttausend Mitglieder. Die Ausmaße der Church of England hat der Paganismus also noch lange nicht erreicht.
Quelle:
ZDF
dies brinngt sie maby auf einen richtigeren pfad als ihr alltagstheater arbeiten, essen, schlafen, schteuern bezahlen tv & co... :D ...ist albern, ja...! :D
kaspish 1 year ago
schneller wächst als alle anderen? Ist das nicht der Islam?
mariusmarius10 1 year ago
Is' doch albern, ne? Is' doch albern! Der Heide, das is' doch 'n Alberner, ne? Alberner Heide, ja, ja!
Skoenner 1 year ago 2
@lovingboarding Würde ich nicht sagen. Bei den Christen muss man sich im wesentlichen auf die Vorstellung eines allmächtigen Gottes einlassen, wenn man sie verstehen will. Bei diesen Neuheiden gibt es einen ganz difusen Wildwuchs von "Kräften", "Energien", Engeln, Magier und Hexen. Mit denen zu reden ist viel schwieriger, auch wenn sie sympathischer wirken. Ein Problem ist halt, wenn die Leute ihre kranken Kinder lieber zu einer Hexe schicken, als zu einem Arzt oder solche Dinge.
HDApollo 1 year ago
Voll der Drogenverein ^^
Papaphobie 1 year ago
symphatisch verrückt!
dattelpalme83 1 year ago
Danke sehr! Sehr interessantes Video.
Dankbarkeit1980 1 year ago
Genauso bescheuert :-)
godofthegaps2009 1 year ago 2
Besser als Christentum?
lovingboarding 1 year ago