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Indien 2004 - Part 10 - Kerala

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Uploaded by on May 8, 2008

Indien 2004: Kerala

Kerala (Malayalam: കേരളം, Kēraḷam) ist ein Bundesstaat an der Malabarküste im Südwesten Indiens mit einer Fläche von 38.863 km² und 32.802.812 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2006). Die Bevölkerungsdichte beträgt 844 Einwohner je km². Damit gehört der Staat zu den am dichtesten besiedelten Regionen Indiens. Hauptstadt ist Thiruvananthapuram (das ehemalige Trivandrum).

Der Bundesstaat Kerala entstand 1956 durch dem Zusammenschluss der drei ehemaligen Fürstenstaaten Cochin, Malabar und Travancore. Der Name Kerala bedeutet wörtlich „Land der Kokospalmen". Abgeleitet ist er von den Malayalam-Wörtern kera für Kokospalme, die tatsächlich überall in der Region in großer Zahl zu finden sind, und alam für Land.

Kerala grenzt im Norden an den Bundesstaat Karnataka, im Osten wird es durch die Westghats von Tamil Nadu abgeschirmt und im Westen durch das Arabische Meer begrenzt. Der zum Unionsterritorium Puducherry gehörende Ort Mahé liegt als Exklave im Norden des Staates. Kerala nimmt fast die gesamte Malabarküste ein. Insgesamt beträgt die Küstenlänge rund 590 Kilometer.

Die teils noch dicht bewaldeten Westghats im Osten steigen im Durchschnitt 1500 Meter auf. Die höchste Erhebung des Bundesstaates und der gesamten Westghats ist der 2695 Meter hohe Anamudi. Das Gebirge fällt nach Westen über eine Hügellandschaft zur höchstens 120 Kilometer breiten, fruchtbaren Küstenebene am Arabischen Meer ab. Über den mittleren Küstenabschnitt, zwischen Kochi und Kollam, erstrecken sich die Wasserstraßen, Seen und Lagunen der Backwaters. Deren größtes Gewässer ist der Vembanadsee südlich von Kochi. Fast alle Flüsse entspringen in den Westghats. Keralas längster Strom ist der Periyar.

Das Klima ist tropisch mit geringen Temperaturschwankungen im Jahresverlauf und wird stark vom Monsun beeinflusst. Der Südwestmonsun setzt in Kerala im Regelfall Anfang Juni ein und bringt bis Oktober ergiebige Niederschläge. Fast die gesamte jährliche Niederschlagsmenge, die zwischen 1250 mm im Tiefland und 5000 mm im Gebirge beträgt, fällt während der Monsunperiode. Von Oktober bis Mai ist es zwar trocken, die Luftfeuchtigkeit ist aber dennoch ganzjährig hoch.

Hauptsprache ist Malayalam, das von mehr als 96 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird. Weiterhin gibt es eine nennenswerte Minderheit von Sprechern des Tamil, die vor allem im Süden im Raum Thiruvananthapuram lebt. Im nördlichsten Distrikt Kasaragod wird von etwa 120.000 Menschen Tulu gesprochen. Entlang der Nordküste gibt es außerdem Konkani-Sprecher. Koraga ist die Muttersprache einiger tausend Stammesangehöriger im Norden. Englisch ist als Bildungs- und Wirtschaftssprache weit verbreitet.

Die Mehrheit (56,2 Prozent) der Bevölkerung sind Hindus. Daneben gibt es beträchtliche Minderheiten von Muslimen (24,7 Prozent) und Christen (19,0 Prozent, vor allem Thomaschristen, die ihren Ursprung bis auf den Apostel Thomas zurückführen). Letztere sind in verschiedene Konfessionen gespalten: Katholiken, d. h. die Syro-Malabaren und die Syro-Malankaren, bilden die Mehrheit, außerdem gibt es indisch-orthodoxe (Malankara Orthodox-Syrische Kirche), syrisch-orthodoxe und anglikanische Christen sowie eine kleine Minderheit von Protestanten. Die Thomaschristen der verschiedenen Richtungen sind fest in die Gesellschaftsordnung integriert. Sie werden als konvertierte Brahmanen angesehen, missionieren nicht und bilden eine der oberen Schichten bzw. Kasten in Kerala. Dagegen sind die Angehörigen der protestantischen Missionskirchen zumeist Konvertiten aus niederen Kasten oder Kastenlose.

Die restlichen 0,1 Prozent verteilen sich auf Jains (4.500 in Kerala), Sikhs (2.800), Buddhisten (2.000) und sonstige (2.300). Zu ihnen gehören auch die wenigen verbliebenen Cochin-Juden.

Generell herrscht in Kerala große religiöse Toleranz. Die verschiedenen Glaubensrichtungen existieren seit Jahrhunderten friedlich nebeneinander.

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All Comments (2)

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  • wunderbarer zusammensczhnitt - danke!

  • Информативно, с душой, но некачественное изображение...

    Зря не даёшь природные звуки - нет ощущения сопричастности..

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