6. Bundesweite Demonstration gegen die Regierung in Berlin - 1.Teil von 13.
Sozusagen punktgenau zur öffentlichen Verkündung der neuen Ministerriege und den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und FDP fand am Samstag, den 24.10.2009 in Berlin die erste bundesweite Demonstration gegen die neue schwarz-gelbe Regierung statt. Organisiert von der bundesweiten Montagsdemobewegung und unter Beteiligung von zahlreichen weiteren Kräften. Die ca. 3.500 Teilnehmer kamen aus allen Teilen Deutschlands. Dabei auch Delegationen von Kollegen verschiedener Großbetriebe wie Opel, Quelle, Daimler, Thyssen, Siemens, Mitglieder der IG Metall, Verdi, GEW, internationale Teilnehmer und arabische, kurdische und türkische Migrantenorganisationen. Wir ordnen uns nicht der Logik unter, dass die Erwerbstätigen und Arbeitslosen die Zeche für die Weltwirtschaftskrise bezahlen sollen, so Fred Schirrmacher, einer der Sprecher. Für zahlreiche Menschen mit Migrationshintergrund war auch der Protest gegen die rassistischen Äußerungen des ehemaligen Berliner Finanzsenators, Sarrazin, Anlass sich den Montagsdemonstranten anzuschließen.
Auftakt war auf dem Alexanderplatz, direkt neben der großen Ausstellung zu den Montagsdemonstrationen 1989 in der DDR. „Wir sind auch heute noch das Volk! Danach ging ein aussagekräftiger und kulturvoller Demonstrationszug durch Wohngebiete in Berlin-Mitte. Auf den vielen bunten Transparenten konnte man die Forderungen der Montagsdemonstranten sehen. Eine derartige kulturvolle und vielfältige Demonstrationskultur mit offenen Mikrofon ist in Berlin einzigartig. Die Abschlusskundgebung fand am Roten Rathaus statt.
Es gab ein interessantes internationales Kulturprogramm und ein breites Spektrum an Rednern. So sprachen u.a.
•Birgit Kühr, Bürgergemeinschaft gegen Sozialabbau e.V., Angermünde und
Mitglied der Sozialen Bewegung des Landes Brandenburg.
•Stefan Engel, Vorsitzender der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands
(MLPD).
•Frank Kuschel, Landtagsabgeordneter „Die Linke in Thüringen.
•Nabil Rachid, Bündnis arabischer Vereine in Deutschland.
Auf Kritik stieß, dass der Vorstand der Partei „DIE LINKE nicht zu dieser Demonstration aufgerufen hatte. Gegen 16.30 Uhr machten sich die Teilnehmer dann wieder auf den Rückweg. In der Gewissheit, diese Demonstration hat ein erstes Signal dafür gesetzt, dass die schwarz-gelbe Regierung von Beginn an mit einer kämpferischen Opposition rechnen muss, in der sich verschiedene Kräfte über weltanschauliche und parteipolitische Grenzen hinweg, zusammenschließen. Mit dieser ist weiterhin zu rechnen. In über 100 Städten bundesweit kann man sich an den wöchentlichen Montagsdemos beteiligen und den Widerstand stärken.
Damals gab es Montagsdemos um den Kommunismus abzuschaffen. Jetzt will man ihn mit den Montagsdemos wieder einführen. Sind schon seltsam diese Leute.
hallo771 2 years ago
@hallo771: Falsch! Es gab nirgends auf der Welt den Kommunismus, höchstens am Anfang den Sozialismus. Die Montagsdemos in der DDR wollten ein Regime zu Fall bringen, dass mit echtem Sozialismus nichts zu tun hatte.
Die heutigen Montagsdemos sind überparteilich. Es kann jeder mitmachen, auch Kommunisten. Nur Faschos haben dort nichts zu suchen!
REBELLKAEMPFER 2 years ago
Aber bisher ist jeder Versuch ein sozialistisches System einzurichten gnadenlos gescheitert. Am Ende sind immer Diktaturen herausgekommen, wie sie sich auch manche Kommunisten vorstellen.
Da würde ich lieber das geringere rechte Übel wählen.
Am besten ist aber immer noch die gute soziale Marktwirtschaft.
hallo771 2 years ago
@hallo771: Da brauch ich überhapt nicht mit Dir weiter zu diskutieren. Das "geringere rechte Übel", also den verbrecherisdchen Neonazismus so zu verharmlosen! NIE WIEDER FASCHISMUS!!
REBELLKAEMPFER 2 years ago