Alert icon
We're changing our privacy policy. This stuff matters.  Learn more  Dismiss

Drei Schwestern

Loading...

Sign in or sign up now!
16,406
Loading...
Alert icon
Sign in or sign up now!
Alert icon

Uploaded by on Mar 10, 2008

Drei Schwestern
von Anton Tschechow

Premiere am 26. November 2006, Schauspielhaus

Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2007

"Nach Moskau! Nach Moskau!", dieser Ruf der drei Schwestern hat alle großen Bühnen erobert, beschreibt er doch die Sehnsucht nach einem besseren Leben, in dem sich Glück, Freiheit und Fortschritt utopisch verknüpfen. Das Dasein in der Provinz ist für die Schwestern demgegenüber von Leere und Langeweile bestimmt, noch dazu in einer spießbürgerlichen und selbstgenügsamen Umgebung. Der Bruder bleibt ihre letzte Hoffnung, denn er könnte Professor in Moskau werden. Andrej aber verliebt sich in die hiesige Natalja, die einzige, die sich ihr Glück zu sichern weiß. Sie macht mit Andrej eine gute Partie, bekommt Kinder, übernimmt mehr und mehr das Regiment im Haus und leistet sich sogar einen Liebhaber - während Andrejs Leben in Banalität und Apathie erstickt. Den Schwestern bleibt als unterhaltsame Abwechslung nur die Begegnungen mit dem Offizierskorps, aber auch alle Beziehungen, die sich hier andeuten, zerschlagen sich.
So wird jedes Schicksal Zeugnis einer Tragödie der falschen Illusionen. Die Ansprüche der Schwestern leiten sich ab aus den Idealen einer untergehenden Gesellschaft, die an der Realität nur scheitern kann. Ihr Blick in die Zukunft ist ein Blick zurück in die Vergangenheit, die Zeit bleibt stehen, weil die Menschen sich der Zeitläufe nicht stellen und in Melancholie erstarren. "Wir haben weder Nah- noch Fernziele, unser Herz ist wie leergefegt. Wir haben keine Politik, an eine Revolution glauben wir nicht, wir haben keinen Gott, haben keine Angst vor Gespenstern, ich persönlich habe nicht einmal Angst vor dem Tod oder dem Erblinden. Ob dies eine Krankheit ist oder nicht - es geht nicht um die Bezeichnung, sondern um das Eingeständnis unserer Lage." In Tschechows Zeit wird seine Zeitgenossenschaft für uns zu analysieren sein. Andreas Kriegenburg, der Regisseur der Orestie und der Nibelungen, beschäftigt sich zum ersten Mal mit einem Stück von Anton Tschechow.

Andreas Kriegenburg 1963 in Magdeburg geboren, ist Oberspielleiter am Thalia Theater in Hamburg. Er hat an den Münchner Kammerspielen "Orestie" (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2003) und zuletzt "Die Nibelungen" (Theatertreffen 2005) inszeniert, für die er den begehrten Nestroy-Preis als beste deutsche Inszenierung des Jahres 2005 erhielt. Andreas Kriegenburg beschäftigt sich zum ersten Mal mit dem Dramatiker Anton Tschechow.

Regie Andreas Kriegenburg
Bühne Andreas Kriegenburg
Kostüme Andrea Schraad
Dramaturgie Marion Tiedtke
Musik Laurent Simonetti
Licht Jürgen Tulzer

Mit : Jean-Pierre Cornu, René Dumont, Bernd Grawert, Paul Herwig, Walter Hess, Sylvana Krappatsch, Oliver Mallison, Stefan Merki, Bernd Moss, Annette Paulmann
Tanja Schleiff, Katharina Schubert

Category:

Entertainment

Tags:

License:

Standard YouTube License

  • likes, 3 dislikes

All Comments

Adding comments has been disabled for this video.
0 / 00Unsaved Playlist Return to active list
    1. Your queue is empty. Add videos to your queue using this button:
      or sign in to load a different list.
    Loading...Loading...Saving...
    • Clear all videos from this list
    • Learn more