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Bochum, ev. Christuskirche am Rathaus, Teil 1

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Uploaded by on Sep 11, 2009

Die ehem. ev. Hauptkirche Bochums, erbaut 1877/87 wurde im 2. Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstört, die Kirche anschließend abgerissen und 1956 bis 59 durch einen Neubau von Dieter Oesterlen ersetzt, wobei der alte Turm erhalten blieb. Nicht umsonst wird die Baugruppe gerne mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin verglichen. Die Kirche ist heute "Kirche der Kulturen", und wird vornehmlich für Konzerte, Lesungen und andere Kulturveranstaltungen genutzt, regelmäßige Gottesdienste finden hier nicht mehr statt.

Das Geläut wurde 1959 vom Bochumer Verein gegossen. Es war bis zur Sanierung des Turmes 2001/03 lange Jahre stillgelegt, da es für den seit dem Krieg statisch bedenklichen Turm zu schwer ist. Nachdem auch das Geläut saniert wurde (u. a. neue Klöppel für die Glocken 2-5), erklingt es seit 2003 einmal im Jahr zum Gedenken an die Terrorangriffe von New York am 11.09.2001 von 14.46 bis 15.03 Uhr. Immerhin wenigstens einmal im Jahr möchte man sagen, dennoch ist es traurig, dass dieses klangschönste Geläute der Bochumer Innenstadt nur so extrem selten zu hören ist.

Die Glocken:
1. a°, V7e, ~1980mm, ~2.800kg
2. d', Dur, ~1620mm, ~1.810kg
3. e', V7e, ~1350mm, ~940kg
5. fis', V7e, ~1180mm, ~620kg
6. a', UMS, ~1050mm, ~500kg.

Zu sehen ist hier das Anläuten der Glocke 3.

Herzlichen Dank an Pfr. Thomas Wessel für die Erlaubnis zur Turmbesteigung und an ralf22bochum für unsere erste gemeinsame Glockenaktion.

Aufnahme: 11.09.2009, 14.46 Uhr

www.christuskirche-bochum.de

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Uploader Comments (stahlglocke)

  • Das hat deine Cam aber gut hingekriegt. :)

  • Akustisch? Ich drück immer einen Finger aufs Micro bei Turmaufnahmen, sonst würde man gar nichts mehr erkennen...

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All Comments (14)

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  • Ob die Glocken im Krieg beschädigt wurden, weiß ich nicht. Jedenfalls gehört die Kirche zu den Gotteshäusern rund um das ehem. Gelände des Bochumer Vereins, in denen überall mustergültige Geläute hängen. Du verstehst?

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass dieser instabile Turm die Kirche als Widerlager gebraucht hätte, zumal die Glocken auch noch in Richtung der ehem. Kirche schwingen.

    Vor allem befürchte ich aber die Kopflastigkeit als Hauptgrund für das Schwanken.

  • Lt. dem Inventar von S. Schritt hing dort vor dem Krieg ein BVG-des'-f'-g' von 1878. (Sollte vermutlich des'-e'-g' oder d'-f'-g' sein).

    Der Turm ist seit der Zerstörung der Kirche ähnlich wie eine moderne, kopflastige Turmkonstruktion, wie eine Glockenstube auf 4 Pfosten.

  • Dann drück mal fest weiter... ;-)

  • Das stimmt wohl (Tagzeitenläuten z. B.), aber die Kirche verschlingt eh schon genug Geld, und im Innenraum sind auch noch Arbeiten (z. B. neue Beleuchtung) geplant. Somit werden wir uns leider(!) mit der momentanen Situation begnügen müssen.

  • Da könnte man aber öfter läuten!

  • Naja, man hat ja nur die vorhandenen aufgearbeitet. Ich würde auch für Gegenpendel plädieren, aber das würde einen neuen Stuhl erfordern, die Gegenpendel für a° und e' müssten dann unterhalb der Stube angebracht werden. Das wär für einmal im Jahr auch zu teuer.

  • Elektrische Läutemaschinen für einmal im Jahr läuten- das zahlt sich nicht aus. Außerdem bitte nur Gegenpendel.

  • Danke!

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