Der Cupfinal von 1991, ausgetragen am Pfingstmontag, am 20. Mai, ist in Bern deshalb noch in wacher Erinnerung, weil es das letzte Mal war, dass YB im Endspiel stand. Und weil die Partie an Dramatik kaum zu überbieten war.
2:0 führten die Young Boys vor wahrscheinlich mehr als 50 000 Wankdorf-Besuchern zur Pause. Zur Freude ihres Anhangs hatten die Gelb-Schwarzen mit einem Furioso begonnen, das ihnen in den ersten sieben Minuten drei Eckbälle, drei Torchancen und einen Treffer (direkt verwandelter Corner Bregys oder war es ein Eigentor von Lopez?) eintrug. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Zuffi zum 2:0 und krönte damit eine grossartige erste YB-Halbzeit: Die Walliser waren kaum aus ihrer Platzhälfte herausgekommen sie waren von den entfesselten und spielfreudigen Young Boys richtiggehend dominiert worden.
Und doch endete der Match mit einer Berner Niederlage. Sion kam wie verwandelt aus den Kabinen, bekam rasch die Oberhand und zog seine Offensivbemühungen voll durch. Damit hatte niemand im Stadion gerechnet auch YB-Trainer Martin Trümpler nicht, der an seiner Formation bis zuletzt festhielt. Die neu eingewechselten Orlando (50. und 78. Minute) und Alexandre Rey (79.) schossen prompt drei Tore zum 2:3.
Noch heute wird beim YB-Anhang emsig darüber diskutiert, wer damals für diese Niederlage verantwortlich war. War es Trainer Trümpler, der es nach dem 2:0 nicht für nötig hielt, seine Defensive zu verstärken? Damals beantwortete der (übrigens sehr erfolgreiche) ehemalige Trainer die Frage wie folgt: «Im Nachhinein ist man immer klüger aber nach der grossartigen Leistung meiner Mannschaft vor der Pause hatte ich ja keinen Grund, an meiner Formation etwas zu ändern.»
Nun, den Wallisern konnte es recht sein. Sie beendeten den aufwühlenden 66. Cupfinal, der als Offensivspektakel in die Geschichte einging, als umjubelte Sieger. Die Formationen von damals:
YB: Pulver; Baumann; Wittwer, Weber, Gottardi; Bohinen, Bregy, Hänzi; Jakobsen, Löbmann, Zuffi.
Sion: Lehmann; Geiger; Clausen, Brigger, Sauthier; Piffaretti, Lopez (46. Rey), Gertschen, Calderon; Baljic, Tudor (46. Orlando).
damals hets wenigsten nu walliser iner mannschaft ka nit so wie hitzutagsch nur alles afrikaner
rakitic15 2 years ago 3
.. und 18 jahr spetär chännäwärs immär nu.
11/11
issimo311 2 years ago