Der Aktionskünstler S.H. schiebt am 15.04.2009 im Rahmen der ersten interaktiven Doppelausstellung in Kiel mittels Sackkarre eine Person von der hansa48 [Westufer] zur K34 [Ostufer]. Die Aktion soll die Anstrengungen eines Aufeinanderzugehens symbolisieren. Am folgenden Tag wurde der umgekehte Weg beschritten. Ein Film von Brigitta Krause BRIGITAL.
Für alle Nichtkieler:
Kiel teilt sich aus der Fördensituation heraus schon räumlich in Ost und West. Der Osten ist das traditionelle (arme) Arbeiterviertel - der Westen der (wohlhabene) Lebens-, Wirtschafts- und Kulturteil. Hier (in Westen) befindet sich alles, was für eine Stadt zum Leben notwendig ist: das alte und neue Rathaus, das Einkaufszentrum mit diversen Geschäften, die Kliniken, Gerichte, Banken, Versicherungen, Zob, Bahnhof, Museen, Galerien, Szenetreffs, Diskotheken und Bars, Stadien und Veranstaltungshallen, usw... Ja, selbst der schleswig-Holsteinische Landtag mit seinen Ministerien und die Universität... [einzige Ausnahme: die Fachhochschule am äußersten Arsch von Kiel]
Wenn es nicht unbedingt sein muß, wechseln die Bewohner beider Seiten kaum zum anderen Ufer, um dort ihren Aktivitäten nachzukommen.
Um dieses Phänomen langsam aufzubrechen, begann ich - in Zusammenarbeit mit der hansa48 [Westufer] und der K34 [Ostufer] - eine interaktive Ost-West-Doppelausstellung einzurichten, welche an beiden Ausstellungsorten mittels einer Live-Webcam-Beamer-Übertragung verknüpft war. Um diesen Kraftakt des Aufeinanderzugehens zu unterstreichen, schob ich eine Person von dem einen Veranstaltungsort zum anderen und am nächsten Tag eine andere Person in umgekehrter Richtung (von Ost nach West - nicht rückwärts oder auf dem Kopf stehend^^) zurück.
juuuute Aktion... das schöne verkannte Gaarden.... +++Gaarden rockt!!!++++
Subscurah 2 years ago