Es war einmal ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn, die alle viele Jahre ihren Herren gedient hatten, aber nun in die Jahre gekommen waren. Sie alle haben Reißaus genommen und machten sich auf den Weg nach Bremen. Dort, so meinten sie, könnten sie ja Stadtmusikanten werden. Auf dem Weg dorthin kamen sie an ein hell erleuchtetes Räuberhaus. Da überlegten die Tiere, wie sie es anfangen könnten, die Räuber hinauszujagen. Der Esel stellte sich mit den Vorderfüßen auf das Fenster, der Hund sprang auf des Esels Rücken, die Katze kletterte auf den Hund, und zuletzt flog der Hahn hinauf und setzte sich der Katze auf den Kopf. Als das geschehen war, fingen sie auf ein Zeichen an, ihre Musik zu machen: der Esel schrie, der Hund bellte, die Katze miaute, und der Hahn krähte. Darauf stürzten sie durch das Fenster in die Stube hinein, daß die Scheiben klirrten. Die Räuber fuhren bei dem entsetzlichen Geschrei in die Höhe. Sie meinten, ein Gespenst käme herein und flohen in größter Furcht in den Wald hinaus. Von nun an getrauten sich die Räuber nicht mehr in das Haus. Den vier Bremer Stadtmusikanten aber gefiel's darin so gut, dass sie nicht wieder hinaus wollten.
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