Weltwährung - Ende aller Finanzkrisen?

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Uploaded by on Nov 5, 2011

http://www.youtube.com/user/Zweckkind
www.youtube.com-user-Zweckkind
3sat, nano, Mai 2010
Gleiche Währung für alle
Karin Küblböck will Währungsspekulation abschaffen

"Meine Vision ist eine Weltwährung", sagt Karin Küblböck von der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung.
Die Wiener Volkswirtin gehört zu den Wissenschaftlern, die die starken Schwankungen in den Wechselkursen der verschiedenen Währungen schon lange kritisieren. "Das Problem ist, dass die Währungen derzeit so stark schwanken können", so Küblböck. "Diese Schwankungen haben oft gar nichts mit realwirtschaftlichen Entwicklungen zu tun, sondern mit den Erwartungen der Devisenspekulanten".
Jeden Tag handeln Banker weltweit mit Devisen im Wert von drei Billionen Euro. "In den vergangenen 30 Jahren ist es zu vielen Finanzkrisen gekommen", sagt Karin Küblböck. Der Grund dafür seien auch die großen Währungsschwankungen, die dann zu großer Arbeitslosigkeit und Armut führten. "Von einer Stabilisierung des Weltwährungssystems profitierten wir alle."

Fachleute fordern Ende des Währungs-Wirrwarrs
Karin Küblböck erforscht die Auswirkungen der permanenten Wechselkursschwankungen auf die Wirtschaft in starken und schwachen Ländern. In der Fachliteratur ist seit 100 Jahren immer wieder die Forderung zu lesen, das Durcheinander hunderter Währungen zu beenden. Die Wechselkurse müssten stabilisiert werden, eine Anpassung sollte nur nach realwirtschaftlichen Kriterien erfolgen.
"Als ersten Schritt müsste man die Währungen zueinander in Beziehungen setzen und einen gemeinsamen ersten Wechselkurs festlegen", erklärt Küblböck. "Als zweiten Schritt müsste man aus diesem gemeinsamen Wechselkurs eine gemeinsame Verrechnungseinheit schaffen. Das wäre eine künstliche Währung, in der der internationale Handel abgerechnet werden würde." Die Wissenschaftlerin schlägt für die Weltwährung den Namen "Globo" vor.

Mit einer Weltwährung könnte die Wirtschaft den Wert und Preis ihrer Produkte sicher berechnen. "Ein neues Weltwährungssystem hätte den Vorteil, dass die internationalen Wirtschaftsbeziehungen stabiler würden", sagt Karin Küblböck. Wertverluste von Waren durch echselkurschwankungen könnten somit vermieden werden. Der Wertverlust sei ein sehr großes Hindernis für internationale Handelsbeziehungen, so Küblböck.

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Auszug aus einem Schreiben von Frau Küblböck an einen YouTube-User zu diesem Video:
"Ich bin nicht für eine neue Weltwährung mit fixen Wechselkursen, sondern für eine Weltwährungssystem, wo die Wechselkurse regelmäßig nach realen Indikatoren neu adjustiert werden. Die Weltwährung wäre dann etwas wie eine Weltreserve- und Welthandelswährung, im Sinne von Keynes' Bancor."

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