Zwei Reden von Einstein

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Uploaded by on Apr 1, 2011

Einstein und die Religion

Im Tondokument erläutert Einstein sein "Glaubensbekenntnis". Damit meint er allerdings seine politischen und moralischen Wertvorstellungen und nicht einen religiösen Glauben. Doch auch über Religion und Gott hat sich Einstein häufig geäußert. Und es gibt wohl kaum ein Anliegen, in dem der Physiker so unverstanden geblieben ist, wie beim Thema "Gott und die Physik". Wir kennen viele Worte und Sätze, in denen Einstein auf Gott anspielt - die berühmtesten: "Gott würfelt nicht..." und "Raffiniert ist der Herrgott, doch boshaft ist Er nicht." Das soll er im Mai 1921 dem Mathematikprofessor Oscar Veblen in Princeton gesagt haben. Wie schillernd er mit solchen Aussprüchen spielte, bewies er zwei Jahre später, als er bekannte: "Ich habe noch einmal darüber nachgedacht. Vielleicht ist Er doch boshaft."
Einstein steht am 16. Oktober 1932 am Redepult der Berliner Philharmonie und hält seine Abschiedsrede vor seiner Ausreise in die USA. Im Tondokument spricht Einstein über seine politischen und moralischen Wertvorstellungen.

Einsteins Glaubensbekenntnis

Einstein glaubte an einen Schöpfer, aber nicht an einen persönlichen Gott. Für ihn war das Wort "Gott" die Summe aller Gesetze und Ordnungen, nach denen diese Welt entstand und weiterbesteht. Auf die Frage eines New Yorker Rabbiners "Glauben Sie an Gott?" antwortete er fast ausweichend: "Ich bin kein Atheist... Das Problem ist für unseren begrenzten Geist zu gewaltig."

Einstein spürte eine große moralische und ethische Verantwortung. Für ihn war der Mensch in seinem Willen nicht frei. In der Schallplattenaufnahme "Mein Glaubensbekenntnis" für die Deutsche Liga der Menschenrechte bezog er sich am 10. November 1930 in Berlin auf den deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer: "Jeder handelt nicht nur unter äußerem Zwang, sondern auch gemäß innerer Notwendigkeit. Schopenhauers Spruch: Ein Mensch kann zwar tun, was er will, aber nicht wollen, was er will, hat mich seit meiner Jugend lebendig erfüllt." Für ihn war das der Schlüssel, mit Humor und Realitätssinn die Fehler der Menschen ertragen zu können.
Schwarzweiß-Foto Einsteins von 1950. Einstein trägt Anzug, eine Brille und steht hinter mehreren Rundfunkmikrofonen. Im Tondokument spricht Einstein über die internationale Sprache der Wissenschaft. (Rechte: AKG supposé Verlag, Köln)

Einstein über die Sprache der Wissenschaft
Die übernationale Sprache der Wissenschaft

Einstein verfasste am 28. September 1941 in Princeton ein Manuskript für eine Rundfunkansprache zur Science Conference London. Einstein hatte großes Interesse an den neuesten technischen Errungenschaften, vor allem der Rundfunk und das Radio faszinierten ihn. So hatte er in seiner Berliner Zeit am 22. August 1930 die "7. Große Deutsche Funkausstellung und Phonoschau" eröffnet. Im Haus der Funkindustrie hielt er damals eine Rede an die "Verehrten An- und Abwesenden!" Einstein bedachte die Tatsache, wie sehr der drahtlose Rundfunk die Welt zusammengerückt hatte und Menschen aus den verschiedensten Orten zusammenbrachte. Für Einstein war das das Werk großer Naturwissenschaftler und Techniker, die mit ihren Erkenntnissen den Rundfunk erst möglich gemacht hatten.

Hinter all diesen technischen Errungenschaften stand für ihn "die göttliche Neugier und der Spieltrieb des bastelnden und grübelnden Forschers, nicht minder die konstruktive Fantasie des technischen Erfinders." Einstein kannte die völkerverbindende Kraft des Rundfunks und der Wissenschaft. Das Tondokument ist ein Zeugnis für Einsteins philosophische Ader und Begabung.

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Top Comments

  • hier sprach einer der ganz großen denker

    und der größte freund der demokratie

    Albert Einstein ein wahres Genie

    würde es doch noch so..

    oh gibt es Stephen Hawkins

    er ist das Genie unserer Zeit genau wie Einstein das Genie seiner Zeit war

  • In other words he wasn't atheist, wasn't religious, believed in a Creator, basically a Pantheist.

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All Comments (14)

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  • Das ist eine der besten Reden, die ich kenne. Danke fürs hochstellen!

  • @Minecraftmonkeys demokratie ist keine gewalt nur die umsetzung in westlichen staaten ist es

  • @Marcel051188 stephen hawking ist ein arschloch der penner

  • @Marcel051188 demokratie ist immer noch gewalt, und als leidenschaftlicher pazifist wäre er anarchist/voluntarist. aber mit den anderen dingen stimme ich dir über ein.

  • @Marcel051188

    Hawkins ist natürlich eine Größe und ein Genie, aber Hawkins sollte nicht mit Einstein verglichen werden!

    Zumal ich persönlich eine sehr eigene Meinung über Hawkins habe, aber das gehört hier nicht hin...

  • @promo2 das liegt ganz an der zuhörerschaft.

  • "I believe in Spinoza's God, Who reveals Himself in the lawful harmony of the world ...."

    Albert Einstein 24 April 1929

    "I have repeatedly said that in my opinion the idea of a personal God is a childlike one. You may call me an agnostic, but I do not share the crusading spirit of the professional atheist whose fervor is mostly due to a painful act of liberation from the fetters of religious indoctrination received in youth"

    Albert Einstein 28 Sept 1949 letter to Guy H. Raner, Jr

  • @74BobLilly that`s funny. I had to look after the word at wiki, just to see,it`s the meaning, i was looking for, all the time.

    not totaly an atheist, just seeing no sense in the religiuos view.

    thx dude. (sry 4 bad engl.)

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