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Komm, lieber Gott, und mache... 1. Teil - Fotostory

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Uploaded by on May 17, 2010

Das Lied Komm lieber Mai und mache für Eberhard umgetextet und gesungen, dazu Fotos von Blüten aus dem Bethmannpark.

Kann ich dir, Eberhard, dort im Jenseits auf diese Weise helfen?
Ich möchts gern!

Morgen wird der abgelegte Leib beerdigt auf dem Heiligenstock-Friedhof um 11h30, und anschließend im Bürgerhaus Bockenheim 14 bis 18 Uhr eine Trauerfeier abgehalten. In der Schwälmerstr. 28! Vielleicht schaust du mal herüber und wunderst dich, daß man dich für tot hält, wo du doch so lebendig, ja lebendiger als zuvor bist!

(Fotostory heißt, daß Vollbild zu vermeiden ist, weil das Bild dann zu schwach wird!)

Für Eberhard!

Komm, lieber Gott, und mache
die Bäume wieder her,
ich bin noch da, erwache
und find nichts wie bisher!
Da hinten seh ich Mutter
und Vater seh ich auch
und alle die Genossen
ganz ohne Todeshauch!

Komm, lieber Gott, und mache
die Blumen wieder, bunt,
daß ich mich freu und lache
hoch überm Erdenrund!
Was kämpft ich gegen Unrecht!
Was hab ich mich geplagt!
Zuletzt hat mich ergriffen
die Krankheit hergejagt.

Komm, lieber Gott, und mache,
daß meine Freund' versteh'n:
Wer an der Leiche wache,
muß mit ihr untergeh'n;
der Geist erhebt sich fröhlich,
der Schmerz ist abgefall'n;
ja, hier werd ich noch selig,
ich ahn', es wird noch all'n!

Dank, lieber Gott, die Sache,
die macht sich gar nicht schlecht,
ich seh nicht um nach Rache,
die Erd ist gut und recht,
ein Boden, frei zu werden
- ich seh es langsam ein -
von DIR und dann zu ziehen
ganz frei das Liebvoll Sein.

Komm, lieber Gott, und gib mir,
zu helfen zu dem Ziel.
Der armen hungernd Seelen,
die brauchen Hilf, gibt's viel.
Mein Herz ist allzeit offen,
ein innen endlos Haus,
da will ich auf DICH hoffen
DIR bringen Mann und Maus.

Und will sie DIR bereiten
zu einem guten Mahl,
daß wir uns nicht mehr streiten
um irdisch Rang im Tal.
Und Qual wird uns verlassen,
das Lieben ist uns Grund.
Die Lieb wird uns erfassen,
DIR folgen macht gesund!

Oh, Jesus, meine Liebe,
DU bist es, ist es wahr!
Ach, laß mich DICH umarmen,
das ist ja wunderbar!
Du gibst mir gute Worte,
ich denke drüber nach,
kann nimmer widersprechen,
wie lag mein Geist lang brach!

Wie wohl ich viel studierte,
den Armen helfen wollt',
und es mich sehr genierte,
daß Ehr' der Macht gezollt,
DU hast das lösend Wissen,
das mir so lang gefehlt,
ich möcht DICH nicht mehr missen,
die Demut DEIN beseelt!

DU liebst ja auch die Reichen,
nicht einen läßt DU aus,
vor DIR muß Böses weichen,
den Kelch, den trinkst du aus
läßt stehen alle andern
und suchst verlornes Schaf
und müßtest du auch wandern
ans End der Welt zum Graf

Kommt, liebe Freunde, alle
auf Erd und in der Höh
und tut Gott zu Gefalle'
dem Menschen nit mehr weh,
es sei denn ihr seid Werkzeug
in Seiner weisen Hand,
zu wecken tumbe Geister
aus irdisch Schlaf und Tand

Ach würdet ihr mich sehen,
wie ich vor Freude glüh,
ihr möcht nicht länger stehen
auf Erd von spät bis früh,
ihr wolltet mit entschlüpfen
dem Leib und euch gesell'n
in Jesu lieb Gsellschaft,
ER lenkt die Schöpfungswellen.

So faßt mit mir, daß Freiheit
schon stets im Menschen ist,
wähl Hochmut - oder Demut,
von Lieb zu Gott geküßt!
Ertrag geduldig, was da
die LIEBE für dich weiß,
dieweil die Erde hitzig
und Menschenherz fast Eis!

Die Not, sie macht lebendig,
sie weckt den Menschen auf,
wir wollten ihn verwöhnen
mit Rechten, roter Tauf,
wir taten lauthals tönen,
doch Böses tönte mit,
doch bietet Gott Versöhnen
mit SICH, der LIEBE Schritt!

Wer Reichtum sucht, o Jammer,
der ist im Herzen krank.
In dieser innern Kammer,
in seinem hintern Schrank
ein Kind vor Sehnsucht zittert,
ach, Eltern, helft mir doch,
ein arme Seele wittert,
ein andres: LIEB gibt's doch!

Desgleichen ist's mit Herrschsucht,
die heut auf Erd' genährt,
wird düngend groß gezogen,
daß machtlos Seel nichts wert!
Jedoch da gibt es EINEN,
- verrat ich nicht zuviel? -
Der sucht verlorne Schafe,
es ist IHM Ernst, nicht Spiel!
...

Rest im Teil 2

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