Minden (mt). "Dass auf dieser Baustelle archäologische Funde zutage treten würden, war von Anfang an klar", sagt Grabungsleiterin Dr. Andrea Bulla von der LWL-Archäologie für Westfalen, Referat Mittelalter und Neuzeit. Seit vergangener Woche untersucht sie mit ihrem Team ein Grundstück hinter der ehemaligen Bürgerschule.
Auf diesem Gelände, auf dem einst die Turnhalle stand, möchte Bauherr Ulrich Rabe fünf Eigentumswohnungen und eine Tiefgarage errichten. "Ich finde es sehr spannend zu erfahren, was hier einst war", sagt Rabe. Er habe gehofft, dass sich die archäologischen Untersuchungen in drei bis vier Wochen erledigen ließen. Die Grabungsleiterin kalkuliert allerdings acht Wochen. "Viel länger sollte es dann aber nicht dauern", sagt Rabe, der die Neubauten bis zum Jahresende fertigstellen möchte.
Der Boden, auf dem gebaut wird, ist geschichtsträchtig. Im 13. Jahrhundert sei das Dominikanerkloster gegründet worden, berichtet Bulla. Das Klosterareal sei sehr groß gewesen, erstreckte sich zwischen der heutigen Brüder- und Videbullenstraße, Ritterstraße und Königswall. "1241 wurde das Kloster erstmals urkundlich erwähnt", berichtet Bulla.
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