Als deutscher Jagdflieger im Ersten Weltkrieg in Nikolai Müllerschöns „Rotem Baron" ist Til Schweiger wirklich spitze. Er hat genau das Gesicht, das es für diese Rolle braucht - das Antlitz eines Dreißigjährigen, der wie fünfzig aussieht, mit nervös flackernden Augen und frostzerbissener, von Benzinschwaden und Maschinenöl gegerbter Haut, müde vom täglichen schwindelnden Aufstieg auf fünf-, sechstausend Meter Höhe in einer fliegenden Holzkiste mit 150-PS-Motor, vom endlosen kurvenden Heruntersausen als Jäger oder Beute im Luftduell, von den Maschinengewehrgarben, die die Tragflächen, Benzintanks und Pilotenkörper zerfetzen, und den zerknüllten, verkohlten, skelettierten Wracks der Verlierer am Boden.
Jup. Besser könnte ich den Film auch nicht beschreiben.
blacktomcat22 3 years ago 2
Stimmt, viel zu viel unglaubwürdiger Schmalz und Kriegsverharmlosung. Im Gegenzug zuwenig Substanz.
Til Schweiger ist ganz gut gewesen (wenn auch ein vierteljahrhundert zu alt für die Rolle).
Sokra01 3 years ago