ZELLULOID. FILM OHNE KAMERA
2. JUNI - 29. AUGUST 2010
In einem abwechslungsreichen Parcours zeigt die SCHIRN herausragende Beispiele des „Films ohne Kamera" und präsentiert damit eine besondere Form des künstlerischen Experimentalfilms, bei der das Bild durch direkte Bearbeitung des Filmmaterials entsteht. Unter Anwendung vielfältiger künstlerischer Verfahren wird das Zelluloid hier gleichsam als Leinwand interpretiert: Die Künstler malen oder zeichnen, greifen etwa durch Kratzen oder Ritzen in die empfindliche Emulsionsschicht des Filmstreifens ein oder nutzen Techniken der Collage. Sie setzen den fragilen Bildträger heftigen chemischen oder physikalischen Einwirkungen aus oder belichten ihn in der Dunkelkammer. Es ist diese direkte, handwerkliche Bearbeitung des Filmstreifens, die diese Arbeiten von anderen Formen des künstlerischen und experimentellen Films unterscheidet und ihren unverwechselbaren Charakter ausmacht. Eine überwiegende Anzahl der gezeigten Filme erforscht das Zelluloid auch als Tonträger. Viele der Arbeiten stehen dabei in der Tradition der so genannten visuellen Musik. Zum Teil nehmen sie die Ästhetiken heutiger Musikvideos und Werbespots vorweg.
Mit 28 Werken von 21 internationalen Künstlern und Filmemachern breitet die SCHIRN KUNSTAHLLE FRANKFURT ein Panorama von den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart aus.
Sehr gute Ausstellung und tolle Führung. War eben i. Rahmen des Museumsuferfestes dort ...
Schade nur, dass die Filme z.T. digital projeziert werden. Das steht ja im paradoxen Gegensatz zum Medium Film und der besonderen Art der Filmproduktion
bsfrankfurt 1 year ago