Keinen Atommüll in meiner Zukunft lagern

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Uploaded by on Nov 28, 2011

Am 26.11.2011 waren den Zählungen der Organisatoren der Kundgebung gegen den Atommülltransport von der Atommüllaufbereitungsanlage bei La Hague (Frankreich) in das Atommülllager bei Gorleben (Deutschland, Wendland) zufolge 23000 Menschen in Dannenberg versammelt, um erneut gegen den Ausbau des sogenannten "Erkundungsbergwerks" im Salzstock bei Gorleben zum Atommülllager für hochradioaktiven Atommüll zu demonstrieren.

Mehrere tausend Atomkraftgegner hielten sich zudem in den umliegenden Camps und im Gelände auf. Zusammen mit den Freunden des französischen Netzwerks "Sortie du Nucléaire" sowie vielen tausend Atomkraftgegnern entlang der Castor-Transportstrecken ist es ihnen gelungen, den Atommülltransport so sehr zu behindern, wie niemals in der Geschichte der Anti-Atomkraft-Bewegung zuvor.

Die 11 Castoren, deren tödliche Fracht dem 44-fachen der bis zum November 2011 infolge der Super-GAUs in der japanischen Atomkraftanlage "Fukushima-I" entspricht, waren am Mittwoch, 23.11.2011 am Verladebahnhof bei Valognes (Frankreich) um 16:00 Uhr gestartet. Schon zu Beginn des Transports war es den französischen Atomkraftgegnern gelungen, den Transport erheblich zu verzögern. Erst am Montag, 28.11.2011, erreichten die Castoren nach zahlreichen Behinderungen durch Atomkraftgegner um 21:50 Uhr ihr Ziel. Mit 125 Stunden und 30 Minuten wurde der letztjährige "Rekord" von 92 Stunden um mehr als 33 Stunden übertroffen.

Mit den Aktionen von "Sortie du Nucléaire", dem Kundgebungsbeitrag eines von den Folgen des Uranabbaus in seiner Heimat betroffenen Redners aus Tansania, sowie Redebeiträgen der Gäste aus der Region in der Umgebung der zerstörten Atomkraftanlage "Fukushima-I" in Japan, wurde deutlich, dass es bei den Demonstrationen längst nicht mehr "nur um Gorleben" geht. Nach den inzwischen bekannt gewordenen katastrophalen Zuständen in den Uranabbaugebieten, den Super-GAUs in Tschernobyl und in Fukushima, den GAUs in den USA oder in der Schweiz, sowie den katasrophalen Erfahrungen mit unterirdischen Atommülllagern in Deutschland, wird immer mehr Menschen bewusst, dass die Atom-"Brennstoff"-Kette ein weltweites, tödliches Problem darstellt, und dass die Folgen von Unfällen in Atomkraftwerken keinen Respekt vor Staatsgrenzen kennen.

Vor diesem Hintergrund ist es völlig absolut inakzeptabel, dass Polen gerade jetzt den Wiedereinstieg in die Nutzung der Atomenergie plant! Dem gilt es von Beginn an international entgegenzuwirken. Es muss endlich Schluss sein mit dem atomaren Irrsinn! Weltweit!!


Unsere Generationen und die unserer Eltern haben es innerhalb von nur 60 Jahren geschafft, ein strahlendes Erbe anzuhäufen, das für die Gesundheit und das Leben - nach menschlichen Maßstäben - unzählige Generationen unserer Nachkommen eine heimtückische, tödliche Gefahr ist. Nach dem Willen der schwarz-gelben Bundesregierung unter Frau Merkel (CDU, Bundeskanzlerin) sollen 9 deutsche Atomkraftwerke noch bis 2022 tonnenweise weiteren Atommüll produzieren. Und das, obwohl die Atommülllagerpläne dem aus geologischen Gründen ungeeigneten Salzstock bei Gorleben, dem vom Einsturz bedrohten Atommülllager im ehemaligen Salzbergwerk Asse-II etc. gescheitert sind und es keine Alternativen dazu gibt.

Auf einem der Trecker am Auftaktpunkt West des Demonstrationszugs zum Kundgebungsgeländes saß ein kleiner Junge mit einem selbstbemalten Pappschild in der Hand. Darauf war zu lesen: "Ich will Bauer werden. Kein Atommüll in meiner Zukunft lagern."

Ich würde ihm gerne sagen, dass er sich keine Sorgen um seine Zukunft machen muss, dass er und seine Kinder und Kindeskinder die Menschen in unserer Heimat noch viele Jahrhunderte lang mit gesunder Nahrung versorgen können ... - aber das kann ich nicht.


Mehr zum Thema gibt es in "juwi's welt":
http://www.juwiswelt.blogspot.com/p/atomkraft.html

Inhalt

00:00:01
Impressionen

00:13:00
Tansania, Umweltzerstörung und soziale Folgen des Uranabbaus

00:15:11
Wendland, Von Verachtung geprägter Umgang mit den Menschen

00:19:18
Japan, Gäste aus der Region Fukushima

00:33:56
Ausgestrahlt

00:40:10
Schluss


© Jürgen Winkler

Lizenz:
Dieses Video darf unter den Bedingungen der "Creative Commons: Namensnennung / Keine kommerzielle Nutzung / Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" verwendet werden. Details unter http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de

License:
This video may be used by accepting the conditions of "Creative Commons: Attribution / Non-Commercial / No Derivative Works 3.0 Germany". For details read http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/deed.en_GB

Aufnahme mit / Recording with:
- DigiCam Kodak EasyShare Z1275
- Camcorder Canon Legria FS200


© Musik/Music:
Hairy Larry - How Great Thou Art

Homepage:
http://www.archive.org/details/Hairy_Larry.How_Great_Thou_Art

Lizenz/License: Common Creative (CC BY-SA)
http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/

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