Junge Tibeterin steckt sich in Brand: 11. Selbstverbrennung seit März

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Uploaded by on Nov 26, 2011

Die Organisation Students for a Free Tibet hat ein Video über eine Selbstverbrennung in der Provinz Sichuan veröffentlicht. Es zeigt wie die 35-jährige tibetische Nonne Palden Choetso in Flammen steht. Bereits die elfte Selbstverbrennung in neun Monaten. Und, ähnlich wie bei den anderen Fällen, soll auch die Nonne nach der Rückkehr des Dalai Lama, der im indischen Exil lebt, gerufen und Freiheit für Tibet gefordert haben.

Das Video zeigt auch, wie Zehntausende Menschen für Choetso vor dem Nyitso Kloster eine Kerzenmahnwache halten, und dann chinesische Sicherheitskräfte die friedliche Demonstration auflösen.

Doch warum diese Selbstverbrennungen in den letzten Monaten? Gilt das als Selbstmord?

In New York versuchte Students for a Free Tibet dieser Frage nachzugehen.

Der im Exil lebende Kirty Rinpoche ist das spirituelle Oberhaupt der Kirti-Klostergemeinde. Viele Mönche, die sich selbst angezündet haben, stammen aus diesem Kloster.

Die Selbstverbrennungen seien, so das Ordensoberhaupt, ein Protest gegen die chinesische Herrschaft in Tibet. Die einzige Form des Protests, die ihnen noch geblieben sei. Denn sobald Tibeter eine tibetische Flagge zeigen oder einen öffentlichen Protest starten, werden sie verhaftet.

[Kirti Rinpoche, Oberhaupt Kirti-Kloster]:
„Die Bildungspolitik durch die Chinesen ist ein klares Zeichen, dass die chinesische Regierung versucht, die tibetische Sprache und Kultur auszulöschen."

Für Professor Thurman von der Columbia Universität spielen die Einflüsse des „Arabischen Frühlings" und die starke Militärkontrolle in der Region eine Rolle.

[Robert Thurman, Professor, Columbia Universität]:
„Der Mut der Muslimen in Nordafrika und Ägypten. Ich denke sie inspirierten die Menschen auf der ganzen Welt. Heutzutage bekommen die Menschen alles über die Internetwelt mit, [z.B] Youtube. Das mag Teil der Inspiration sein. Und dann die Dummheit der chinesischen Regierung, mit Soldaten Mönche anzugreifen und sie zur Gehirnwäsche zu zwingen."

2008 hat es in Tibet die schwersten Unruhen seit 50 Jahren gegeben. Seitdem verstärken die chinesischen Autoritäten die Kontrolle über die Region.

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News & Politics

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