Ein sehr schönes Geläute der westfälischen Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock befindet sich in Unterbruch!
Die erste Kapelle in Unterbruch wurde von 1716 bis 1718 erbaut. Im Jahre 1721 wurde ein der erste Geistliche vom Erzbistum Köln nach Unterbruch gesandt, um dort Messen zu halten. 2 Jahre später trennte sich das Erzbistum vom Bistum Lüttich. Im November des Jahres 1724 bewilligte der Bischof von Lüttich dass in der Kapelle bis auf weiteres Messen gehalten werden dürfen. Im Mai 1859 wurde die alte Kapelle für baufällig erklärt und geschlossen. Die Reparaturarbeiten wurden erst 2 Jahre später ausgeführt. Jedoch wurde diese Kapelle auf Dauer zu klein weshalb man im Jahre 1869 mit dem Neubau einer größeren Kirche begann. Nach ihrer Fertigstellung im Jahre 1871 wurde sie benefiziert, 1875 schließlich konsekriert. Die alte Kapelle wurde bereits 1874 verkauft und zu einem Einkaufsladen umgebaut. In den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde die Kirche erweitert. 1962 wurde dieses Gebäude eingeweiht. Erst im Jahre 1989 wurde ein neuer Turm errichtet der bereits 1 Jahr später fertiggestellt war!
Die erste Unterbrucher Glocke wurde im Jahre 1706 von dem westfälischen Glockengießer Johann Schweys gegossen. Durch Kaiser Wilhelm I erhielt die Kirche 8 Zentner Bronze aus beschlagnahmten Kanonen geschenkt. Erst im Jahre 1878 erhielt die Kirche 3 Glocken von François Goussel aus Metz. Zum Guss wurde auch das Metall der alten Schweys-Glocke verwendet! Im 1.Weltkrieg mussten die beiden größeren Glocken abgeliefert werden. Bis zur Kirchenerweiterung in den 60er-Jahren hing die kleine Goussel-Glocke im Dachreiter welcher jedoch abgerissen werden musste. Die Glocke wurde schließlich in einem hölzernen Glockenstuhl neben der Kirche aufgehängt. Jedoch war das "eintönige Gebimmel" auf Dauer zu langweilig und man wünschte sich ein größeres Geläute. So wurden im Jahre 1989 vier neue Glocken von der Fa. Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gegossen. Ungeheuerlicherweise schmolz man die denkmalwerte Glocke von 1878 dafür ein! Am Weißen Sonntag des Jahres 1990 erklang das neue Geläute erstmals.
Maria-Friedenskönigin-Glocke, Schlagton f'+/-0, Gewicht ca. 992 kg, Durchmesser 1132 mm, gegossen im Jahre 1989 von der Fa. Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher (Westf.).
Josefsglocke, Schlagton a'+1, Gewicht ca. 488 kg, Durchmesser 885 mm, gegossen im Jahre 1989 von der Fa. Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher (Westf.).
Maria-Schmerzhafte-Mutter-Glocke, Schlagton c''+2, Gewicht ca. 284 kg, Durchmesser 760 mm, gegossen im Jahre 1989 von der Fa. Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher (Westf.).
Bernhardsglocke, Schlagton d''+2, Gewicht ca. 198 kg, Durchmesser 674 mm, gegossen im Jahre 1989 von der Fa. Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher (Westf.).
Vielen Dank an die Küsterin für die spontane Verdopplung der normalen Läutedauer und die Erlaubnis zur Turmbesteigung! In den Glockenstuhl gelangt man über den Dachstuhl welcher sicherlich nicht höher als 1 Meter ist. Erlebnisreich war zudem das schließen der Klappe welche in den Dachstuhl führt... ;-)))
Ein festliches Motiv !
duidelijkluid 1 month ago in playlist Glocken und Geläute im Raum Aachen
Das ist es. ;-) Jedoch gibt's nicht so viel davon in unserer Region...
Engerlingraucher 1 month ago
Gibts auch ein ''Knochenbruch'' ? XD
glocke379 1 month ago
Nein, aber es gibt noch ein Oberbruch (des' es' f' as'). ;-))
Engerlingraucher 1 month ago