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DIE MÖWE JONATHAN - Chanson von Martin Robacki / longplay

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Uploaded by on Mar 27, 2010

sehr schönes Chanson / Ballade von Mike-Martin Robacki, inspiriert durch die wunderbare Geschichte von Richard Bach. "Jonathan Livingston Seagull".

Mehr von Robacki unter:
http://www.robacki.de

Robacki bei facebook:
http://www.facebook.com/pages/ROBACKI/138045146208122

Allerdings wäre der Originalsong für youtube zu lang - deshalb hier die etwas gekürzte Version des longplay Chansons.

Didgeridoo: Christopher Reinhardt.

MÖWE JONATHAN
Kompletttext von Mike-Martin Robacki nach Richard Bach

weiße - kleine - weiße möwe, weiße möwe jonathan
nimmt das futter von der mutter, hat noch nichts dazu getan
folgte nicht sardinenschwärmen, nicht dem treuen fischerboot
sorgt sich nicht ums überleben, um das all zu täglich brot
und der kleine träumt vom fliegen, steil im wilden aufwind stehn
jetzt das alte nest, die klippen von ganz oben mal erspähn
raseschnell der flut entgegen, senkrecht zu der sonne rauf
in die wolken schlafen legen, doch die mutter hält ihn auf

ein vogel lebt nicht nur zum fliegen! mahnt die alte mutter ihn
er lebt um zu überleben, um zu fressen, um zu fliehn
dass man sich den andern gleichstellt, über sie nicht hebt
die im tageswerk sich mühen und mit ihnen sorgt und lebt

mutters mahnung formt die jugend, macht sie endlich untertan
und so fliegt im schwarm, im kreischen - weiße möwe jonathan
doch er drängt nicht vor beim fischen, will von schwächeren nicht klaun
will nicht betteln, will nicht streiten, fliehen, hacken und nicht haun
alle möwen ziehn zum hafen, zu der alten fischerin
manchmal wirft sie von den sprotten ein paar faule köpfe hin
ach, sie kreischen, beißen, toben um das allerkleinste stück
jonathan meint, dieses tagwerk ist für mich bestimmt kein glück

und die fischer ziehn zum abend ihre spröden netze ran
möwen streiten um die reste, einsam segelt jonathan
still sieht er die klippen fahren tief dort unten durch die gicht
weit aufs meer entführn die winde, hoch zur nacht verstirbt das licht

und es bleibt von seiner trauer nur die schwerelosigkeit
nur ein grenzenloses fühlen - nächtliche unendlichkeit
dieses richtungslose treiben, dieses blinde sich-selbst-sein
er ist beides: himmel - möwe, fliegt durch sich, taucht in sich ein
steil im sturzflug in die träume, freiheit ist hier überall
schwarze meereswellenschäume stoppen seinen schnellen fall
nie hat er in seinem leben einen solchen schmerz gefühlt
nach drei tagen wird im koma jonathan ans land gespült

ein vogel lebt nicht nur zum fliegen! weint die alte mutter leis
und sie pflegt ihn durch den winter, viel zu schnell taut ihr das eis
was, noch immer dumm geblieben! kreischt der ganze möwenschwarm
wenn du nur den winden nachjagst bleibt dein möwenmagen arm!

doch jonathan spürt diese sehnsucht, schmerzhafter als seinen bruch
macht noch kaum vom sturz gesundet, seinen ersten flugversuch
die mutter schämt sich seiner torheit, als der schwarm sich distanziert
muss sie mit schweren schlägen suchen, dass sie anschluss nicht verliert

jonathan wird einsam älter, doch die zeit ist ihm zu kurz
er übt stündlich looping, sturzflug, schweben, trudeln ohne sturz
harpuniert mit seinem können besten fisch aus jeden schwarm
kinderspiel ist dieses leben und sein magen bleibt nicht arm
wunderbar sind diese bögen, schönheiten im klaren wind
und er seufzt im stillen gleitflug: ach, wie glücklich wir doch sind

aus dem träumen lockt ein sanftes flügelgleiten, still und schnell
neben ihm sind plötzlich brüder, reinsten federkleids zur stell
fliegen lächelnd ihm zur seite, eleganter noch als er
kurzer ruf, und alle stürzen kindisch sich aufs wilde meer

überschlag, spiralenaufstieg, schnellflug, jubelschrei im wind
jonathan braucht nicht zu fragen, wer die beiden andern sind
und sie spielen und sie lieben, malen die vollkommenheit
in die lüfte, aus dem selbstsein und aus der gemeinsamkeit

auch das sonnenlicht erhebt sich, löst die leichten wolken auf
holt die schöhnheit dieser brüder, blendend in sein licht hinauf
lässt zurück nur klare winde, dass das unbeschriebne bleibt
wartet, dass die nächste sehnsucht sich in diesen himmel schreibt

wartet, dass die nächste sehnsucht sich in diesen himmel schreibt

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Uploader Comments (MMRobacki)

  • Der song ist einfach schöner song. ich selber heißte Jonathan und ich finde ihn einfach klasse

  • @WFZocker Das freut mich ;-) Alles Gute, Dir, Jonathan!

  • Oh ja ich kenne einige Mӧven, sie hetzen von einem Job zum andern immer in Pflichterfüllung, nur die Pflicht sich um ihrer persönliche Freiheit und ihr emotionelles Wohlergehen sehen sie nicht als Pflicht an.

  • @Morgena1 ;-) und ihr "Tagwerk" gilt als vorbildlich. Und ihr Fleiß fragt nicht nach dem "Wofür". Und sie fürchten den Geist, der diesen Kreislauf bricht - weil er ihnen ihre (hinter Emsigkeit verborgene) Armseligkeit vor Augen führen könnte.

  • @MMRobacki Sie wollen immer schneller und mehr verdienen, nur nicht nachdenken nur nicht still stehen ein falsches Lächeln ausgesetzt um die innere Leere du Traurigkeit zu verbergen. Die Gesellschaft verlangt ihren Tribut um an ihr teilzunehmen.

  • @Morgena1 Doch dafür gibt es ja die anderen Ideen! Ich wünsche Dir dafür die Kraft und die Ausdauer! Und sicher finden die anderen "Jonathans" Deine Spuren an ihrem Himmel.

Top Comments

  • Schön und Wunderbar... mehr kann ich nicht dazu sagen.

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All Comments (14)

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  • @BSIUebersetzungen dein Schicksal rührt mich- aber wie Du schon sagst-dennoch-es geht weiter!

  • Ich bekam dieses Buch von meiner Mutter zu meiner Konfirmation. Als Scheidungskind wuchs ich bei meinem neureichen Vater auf - ungewollt. Meiner Mutter durfte nur in die Kirche. Ich musste sie ausladen. Aber meine Mutter ist Möwe wie ich und wir waren auch im Kino als ich Teeny war.

    Morgen bekommt meine Tochter zur Konfirmation dieses Buch. Auch ich wurde ausgeladen. Aber die Tradition bleibt. Möwe Jonathan zur Konfirmation. Verstehen wird man es immer Jahre später. Besser später als nie ;-)

  • @MMRobacki Nur der leise vor sich hin fliegende wird mich entdecken, dem lauten Geschrei und Getöse hab ich mich schon sehr lange entwöhnt ;-)

    Die meisten merken noch nicht mal dass ich lebe, weil sie zu laut klappern.

  • mag ich!

    

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