Der Tanz um die Lust
Leben wir in einer pornographischen Gesellschaft? In einer Gesellschaft, deren Mitglieder nur noch mit heruntergelassenen Hosen oder hochgezogenen Röcken vor dem Rechner sitzen und kein Interesse mehr an Partnerschaft haben? Mit solchen Fragen erregte Ariadne von Schirach vor zwei Jahren in einem SPIEGEL-Essay enormes Aufsehen. Nun lässt die 28-jährige Autorin ihren freimütigen Betrachtungen zur übersexualisierten Wirklichkeit unserer Gesellschaft ein 384-seitiges Buch folgen. Sie denkt nach über Pornographie und erotische Strategien, über heutige Formen der Jagd nach Sex. Sie schildert, wie die glitzernde Fernseh- und Werbewelt mit ihren allgegenwärtigen Titten, Ärschen und Waschbrettbäuchen die Menschen ästhetisch entfremdet und erotisch überfordert. Und sie benennt die Liebe, das Wagnis echter Begegnung, als den einzig möglichen Ausweg aus diesem Dilemma. Keine Lektüre für empfindsame Gemüter. Philosophisch, frech, ironisch und unterhaltsam.
Man könnte meinen das wäre Satire von switch reloaded, ist es aber leider nicht.
Selten hat der inflationär gebrauchte Begriff "pseudointellektuell" wohl so sehr zugetroffen wie auf dieses affektierte und verzweifelt um akademische Begrifflichkeiten und Anspruch heischende Gör. Banal. nichtssagend. hohl.
hirnlochfrass 1 year ago
Ooooh... Ich liebe diese Frau. ^^
sexinisrael 1 year ago