Alert icon
We're changing our privacy policy. This stuff matters.  Learn more  Dismiss

Dresden protestiert gegen Neonazi-Aufmarsch

Loading...

Sign in or sign up now!
4,294
Loading...
Alert icon
Sign in or sign up now!
Alert icon

Uploaded by on Feb 14, 2009

Tausende Menschen haben heute in Dresden gegen einen Aufmarsch von Neonazis protestiert. Einem vom Bündnis "Geh Denken" initiierten Sternmarsch zum Theaterplatz schlossen sich nach Angaben der Organisatoren rund 12.500 Menschen an. Die Polizei sprach von einigen Tausenden weniger. Das Bündnis "Geh Denken", dem Parteien und Gewerkschaften angehören, richtet sich gegen die Vereinnahmung des Gedenkens an die Opfer der Bombenangriffe auf Dresden im Februar 1945 durch Neonazis.

Abstimmen mit den Füßen

Die Demonstrationen starteten um 13 Uhr am Goldenen Reiter, am Neustädter Bahnhof und am Wettiner Platz. Insgesamt fanden 19 Veranstaltungen statt. Die größte von ihnen wurde von Ex-Bundespräsident Richard von Weizsäcker und der Präsidentin des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, unterstützt. Zur Abschlusskundgebung auf dem Theaterplatz sprachen unter anderen SPD-Vorsitzender Franz Müntefering, Grünen-Chefin Claudia Roth, Linksfraktionsvorsitzender Gregor Gysi und DGB-Chef Michael Sommer. Zum Auftakt sagte Bundesminister Wolfgang Tiefensee, es sei gut, dass hier so viele Menschen stehen und Flagge zeigen. "Wir müssen die Antidemokraten heute und an jedem anderen Tag in die Schranken weisen." Auf dem Abschlusskonzert traten Künstler wie Smudo, Sebastian Krumbiegel sowie Stephanie und Wolfgang Stumph auf.

Mehr Neonazis als beim 60. Jahrestag

Am Aufmarsch der rechtsgerichteten "Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland" (JLO) nahmen laut Polizeiangaben rund 6.000 Neonazis teil. Sie sprach von einem Zuwachs gegenüber dem Aufmarsch zum 60. Jahrestag der Bombardierung. Damals hatte die rechtsextreme Szene etwa 5.000 Gleichgesinnte mobilisiert. Dieses Jahr hatte die Polizei mit rund 4.000 Neonazis gerechnet. Seit Jahren organisieren Neonazis zum Jahrestag der Bombenangriffe 1945 Aufmärsche in der Stadt. Auch dieses Mal gelang es der Stadt nicht, den Aufmarsch zu verbieten.
Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Linken

Ausschreitungen ereigneten sich am Rande einer Kundgebung gegen den Neonazi-Aufmarsch zwischen Anhängern der linken Szene und der Polizei. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, wurden am Albertplatz zwei Polizeiautos umgeworfen. Auf dem Neumarkt wurden Polizisten mit Flaschen und Steinen beworfen. Mehrere Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt. Im Vorfeld des Gedenktages hatten sich bis zu 1.200 gewaltbereite Gegendemonstranten aus der autonomen Szene angekündigt. Tatsächlich zogen rund 3.500 Teilnehmer durch die Dresdner Innenstadt.
Polizeibeamte aus ganz Deutschland im Einsatz

Die Polizei zog am Abend ein insgesamt positives Fazit. "Unsere Taktik ist aufgegangen. Durch die strikte Trennung der Aufzüge konnten wir gegenseitige Provokationen und Auseinandersetzungen verhindern", sagte Polizeipräsident Dieter Hanitsch. Der Polizeieinsatz sei der größte Einsatz der Dresdner Polizei in der jüngeren Vergangenheit gewesen. Über 4.000 Polizisten aus mehreren Bundesländern waren in Dresden im Einsatz.

Gedenk-Wochenende in Dresden

Dresden erinnert an diesem Wochenende an die Zerstörung der Stadt vor 64 Jahren. Sie war am 13. und 14. Februar 1945 durch Angriffe alliierter Streitkräfte in Schutt und Asche gelegt worden. Schätzungen zufolge starben damals bis zu 25.000 Menschen.

Der Morgen begann mit Friedensgebeten und Gottesdiensten in Kirchen und der Synagoge. Danach gingen tausende Dresdner zum Altmarkt, wo einst zahlreiche Bombenopfer verbrannt worden waren. Oberbürgermeisterin Helma Orosz eröffnete dort eine neu gestaltete Erinnerungsstätte.

Weiße Rose als Zeichen der Versöhnung

Bereits gestern Abend läuteten für 15 Minuten alle Kirchenglocken der Stadt. Tausende Menschen gedachten mit Kerzen rund um die Frauenkirche der Opfer der Bombennacht. Zuvor hatten tausende Dresdner auf dem Heidefriedhof der Opfer des Krieges gedacht. An dem offiziellen Gedenken nahmen neben Dresdner und sächsischen Politikern Vertreter der USA und Großbritanniens teil. Zugegen war auch eine Delegation aus Coventry, der Partnerstadt Dresdens. Als Symbol für die Überwindung von Krieg, Rassismus und Gewalt trugen viele Teilnehmer der Gedenkveranstaltung eine weiße Rose.

http://www.mdr.de/nachrichten/6130879.html

Category:

News & Politics

Tags:

License:

Standard YouTube License

  • likes, 4 dislikes

Link to this comment:

Share to:

Top Comments

  • Ünglaublich_sucht_mäl_ÑÂch:_ge­ldeasy_Âüf_gÕôgle

  • LOL, beispiellose gewalt gegen die polizei, du solltest weniger drogen nehmen

see all

All Comments (18)

Sign In or Sign Up now to post a comment!
  • @carinhall1

    Du darfst mir gerne deine Quellen für die Zahl von 350.000 Toten nennen. Ich bin gespannt.

  • @Aequitas68 : Gehirnwäsche hat bei Dir gut funktioniert.

  • @carinhall1

    Eine perverse Lüge, die sich auch nicht mit Quellen belegen lässt.

  • @carinhall1 die desdner nazibehörden haben selbst nur 25.000 opfer angegeben. und die zahlen wohl kaum künstlich verringert haben. allein das wort "holocaust" auf die bombenangriffe auf dresden anzuwenden, ist unglaublich widerlich. man sieht sich morgen.

  • @carinhall1 eigentlich ja nur ca. 20.000 (nach angaben der NS-behörden), aber man kann ja mal ne null dazuschreiben, stört ja keinen.

    keine versöhnung mit deutschland.

  • @Elberiver11 unglaublich, wie dämlich jemand sein muss um irgendeinen derzeit herrschenden politiker als neomarxisten zu bezeichnen. geh sterben.

  • In Vietnam töteten die Amis 3 Mill.Leute,-Frauen und Kinder.

  • Der Holocaust von Dresden forderte 350.000 Opfer.

Loading...

0 / 00Unsaved Playlist Return to active list
    1. Your queue is empty. Add videos to your queue using this button:
      or sign in to load a different list.
    Loading...Loading...Saving...
    • Clear all videos from this list
    • Learn more