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Wolfgang Huber: Abkündigung Reformationstags-Kollekte für Pro Reli

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Uploaded by on Oct 31, 2008

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirchengemeinde sammelte am Reformationstag 2008 ihre gottesdienstliche Türkollekte für die Initiative Freie Wahl. Im Film kündigt Bischof Wolfgang Huber die Kollekte ab und ruft zum Unterschreiben auf.

Nach der Abkündigung ist der Choral "Ein feste Burg ist unser Gott" zu hören.

Orgel: Wolfgang Seifen
1. Ein' feste Burg ist unser Gott,
ein' gute Wehr und Waffen;
er hilft uns frei aus aller Not,
die uns jetzt hat betroffen.
Der alt' böse Feind,
mit Ernst er's jetzt meint,
groß' Macht und viel List
sein' grausam' Rüstung ist,
auf Erd' ist nicht seins Gleichen.

2. Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit' für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muß er behalten.

3. Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie sau'r er sich stellt,
tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht': ein Wörtlein kann ihn fällen.

4. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein' Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib:
laß fahren dahin, sie haben's kein' Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben.

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All Comments (12)

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  • Wie wichtig war nach so einem Konservativen eine erfrischende weltoffene Frau Käßmann! Und wie traurig ist es, dass die Hubers in dieser Kirche nun wieder das Ruder übernehmen werden, nachdem die Bischöfin über eine Lapalie "gestolpert" ist. Huber war ein Grund für den Kirchenaustritt, Käßmann hätte ein Zeichen der Hoffnung für diese Kirche sein können. Aber es hat nicht sollen sein!

  • ...und an der Orgel ein eingefleischter Katholik...

  • Jeder Mensch braucht Gott, wir sind seine Kinder, er ist unser Vater, er ist der uns erschaffen hat. Es wundert mich das gerade Berlin und Brandenburg für einen Religionsunterricht ist. Ich persönlich finde es klasse die Aktion ´´Pro Reli´´.

  • "Ich bin übrigens in Bayern zur Schule gegangen,"

    Nuff said.

  • Denn weder funktioniert heutzutage Religion ohne Wissen über Philosophie und Ethik, noch gibt es eine religiös neutrale Ethik, die es sich leisten kann, nicht über ihren Tellerrand hinauszuschauen. Ich bin übrigens in Bayern zur Schule gegangen, einem Bundesland, das bekanntermaßen als Hochburg des Konservatismus verschrien ist. Weshalb ausgerechnet in Berlin und Brandenburg der Religionsunterricht rückständiger sein soll als in Bayern, würde mich interessieren.

  • Ich bin Schüler, und das macht mich einfach nur krank. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, dass ich mich erst jetzt gegen pro Reli erhebe. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen!!!

  • Es ist bezeichnend wie blind immer weiter in ein Zeitalter der Spaltung, der Abschottung und des Fatwa-Neides gerannt wird, alles im Namen des "wahren Glaubens(tm)". Der Vernunft steht nicht etwa der Glaube gegenüber, sondern die Unvernunft. Pro Reli ist das beste Beispiel dafür.

  • es ist ja richtig erschreckend sich unreflektierte oberflächlichkeiten von antikirchlichen fundis anzuhören. 1. ist die evangelische kirche deutschlands wohl eine der freiheitlichsten auf erden, von fundamentalisten zu sprechen ist lächerlich

    2. kann ein mensch der im 16. Jahrdt. gelebt hat wohl kaum als schwulenhasser bezeichnet werden, oder als antisemit wie wir das mit einem altnazi tun - die welt war vor 400 jahren eine wesentlich andere

  • Ach, da ist jemand pikiert, wenn am verklärten Heile-Welt-Bild des ewigen Gutmenschen gerüttelt wird. Luther war übelster Antisemit und Schwulenhasser. Wacht endlich mal auf!

  • Dass nach dem Aufruf Hubers, für Pro Reli zu zeichnen, der Luther-Choral gegen die vom Teufel gelenkten Feinde gesungen wird, ist ein starkes Stück. Wer Luthers Hetzschriften gegen Juden u. Muslime gelesen hat, weiß, wen er mit den vom Teufel gesteuerten Feinden meint, und kommt schnell darauf, welche Verbindungen diese Sorte "Gottesdienst" nahelegt. Man darf Juden u. Muslimen Berlins raten, sich nicht über Pro Reli vor den Karren evangelischer Fundamentalisten spannen zu lassen.

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