Uploaded by AndreasEDDM on Mar 6, 2010
Ist man auf der Suche nach einer leisen (geringen Förderstrompulsation) Fluidmaschine deren
Hubvolumen sich verstellen lässt, so findet man eine Lösung in der Flügelzellenmaschine.
Charakteristisch ist hier die Möglichkeit durch stufenloses Verstellen eine Veränderung des
Hubvolumens mittels eines Statorringes vorzunehmen.
In der Animation lässt sich die kompakte rechteckige Bauart gut erkennen. Der Deckel ist mit
vier Sechskantschrauben auf das Pumpengehäuse aufgeschraubt. Mittig im linken Teil des
Pumpendeckels befindet sich der Anschlussflansch für Druck- und Saugleitung. In der
Unterseite des Deckels sind zwei Nuten die je einen Halbkreis bilden. Jede Nut ist die
Verlängerung des Druck- oder Sauganschlusses zum Druck- und Saugraum. Ist der Deckel
abgenommen, erhält man Einblick in das Pumpeninnere.
Mittig ist der Rotor zu sehen der in einem Kugellager im Deckel gelagert ist. Von der
Rotormitte sind in gleichen Abständen Führungsschlitze für die Förderflügel angebracht. In
den Führungsschlitzen befinden sich die Förderflügel die durch Fliehkraft, Öldruck,
Federspannung oder einer Kombination daraus nach außen an die innere Lauffläche des
Statorringes gedrückt werden. Die Führung des Statorringes erfolgt zwischen den
Gehäusewandungen, die Positionierung erfolgt von links durch die Verstellschraube und von
rechts durch zwei Federn zwischen Gehäusewand und Statorring. Dieser Statorring kann
mittels der links im Gehäuse befindlichen Sechskantverstellschraube verschoben werden.
Beim Hineindrehen der Schraube spannen sich die zwei Spiralfedern. Nach dem
Herausdrehen der Schraube werden die Federn entspannt.
Fängt nun der Rotor an sich zu drehen, entsteht kein Förderfluss des Fluids (Exzentrizität= 0).
Erst durch die Verstellung anhand der Sechskantschraube verschiebt sich die Hochachse des
Statorringes zur Drehachse des Rotors, wodurch eine Exzentrizität größer 0 entsteht. Durch diesen
Vorgang wird das von der Exzentrizität abhängige Verdrängungsvolumen verändert bzw.
vergrößert oder verkleinert.
Der Fördervorgang gestaltet sich wie folgt:
Die Verstellschraube wird in das Gehäuse gedreht, die Federn drücken den Statorring nach
außen und durch die entstandene Exzentrizität vergrößert sich das Fördervolumen. Über die
Saugnut werden die jeweils durch die Federn voneinander getrennten Förderräume mit Fluid
befüllt. Die Drehbewegung des Rotors verändert das Zellvolumen. Nach dem das größte
Zellvolumen am oberen Totpunkt erreicht ist verringert sich das Volumen in der Zelle. Der
Kammerdruck zwischen den Federn erhöht sich und das Arbeitsmedium wird in die Drucknut
gepresst und dem Druckanschluss zugeführt. Die Kammer zwischen den Federn wird bis zum
Erreichen des unteren Totpunktes entleert.
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