Am Dienstag, 8. Juni 2010, ab 20 Uhr stellte das Duo WortWirbel (Robert Lang Cello und Klavier) und Albrecht Schau (Moderation und Rezitation) in einer erfrischenden Nummern-Revue im Literatur-Café die kurze, aber nachhaltige Epoche des Dadaismus (ca. 1916-1924) vor. Der Dadaismus ist als ein Reflex auf den Ersten Weltkrieg sowie die gesellschaftlichen Verwerfungen weltweit zu verstehen, die ihn hervorbrachten. Er wurde getragen von einer kleinen internationalen Elite, die die hergebrachten kulturellen Traditionen „auf den Kopf stellte" und frech, auf Teufel komm raus, mit dem künstlerischen Material experimentierte und den Kunstbetrieb revolutionierte. Der Dadaismus nahm 1916 seinen Ausgang vom Cabaret Voltaire in Zürich, einem Sammelpunkt internationaler Künstlerexilanten, und strahlte von hier weltweit aus.
Die ausgewählten und eigenwillig musikalisch instrumentierten Textbeispiele, fokussiert auf ausgewählte französische und deutsche Autoren, sollen die vielfältigen Donquichotterien der Dadaisten sichtbar machen, die bis in die Gegenwart hineingewirkt haben. (Michael Gans)
Ein Beitrag von Vanessa Dreischer-Scheib.
Link to this comment:
All Comments (0)