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Mischfutterwerk der Raiffeisen Genossenschaft OstTirol verpestet der Lienzer Bevölkerung die Luft

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Uploaded by on Dec 23, 2011

Vor einiger Zeit hat sich die Interessengemeinschaft "Anrainer kontra Mischfutterwerk" gegründet. Seit Jahren klagen die Anrainer (Sandra Grissmann, Werner Eck, Erwin Rasch etc.) des Mischfutterwerkes der Raiffeisengenossenschaft in Lienz, dass verschiedene Substanzen bei der Produktion von Futter- und Düngemittel zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Augenbrennen oder Schlaflosigkeit aufgrund des Gestankes führen würden. Das Mischfutterwerk steht in einem Wohngebiet, legitimitiert durch eine Inselgenehmigung. Immer wieder haben sich die Anrainer beschwert und versucht, die Behörden einzuschalten, bisher ohne sichtbares Ergebnis. Einige der Anwohner haben nun einen Anwalt (Christian Horwath) eingeschaltet mit dem Ziel: eine Betriebsschließung.

Es reicht!" Mit diesem Satz wandte sich Sandra Grissmann, Mitglied der "Interessengemeinschaft kontra Mischfutterwerk" in Lienz, an den Grazer Anwalt Christian Horwath und hofft, endlich ein Ende ihres jahrelangen Leidensweges als Anrainerin der Produktionsstätte von Futtermitteln zu finden. Wie die Kleine Zeitung exklusiv berichtete, setzt das Mischfutterwerk der Raiffeisengenossenschaft Osttirol (RGO) Substanzen frei, die zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Augenbrennen und schlaflosen Nächten bei den Menschen im Umfeld der Anlage führen. Horwath hat einen Antrag an die Bezirkshauptmannschaft Lienz gestellt, die einen gerichtlich beeideten Gutachter beauftragt, der die Sachlage untersucht.
Schwellenwerte prüfen
"Dieser soll die Geruchsschwellenkonzentration bei unterschiedlichen Wetterlagen feststellen und eine Geruchsbewertung vornehmen", so Horwath. Dabei soll insbesondere im Umkreis von 500 Metern des Mischfutterwerkes unter anderem das Vorliegen von Staub, Stickoxiden, Kohlenmonoxiden, Lösemitteldämpfe, Benzolen, Blei und Kadmium untersucht werden. Horwath: "Liegt das Gutachten vor, sollen behördliche Auflagen erteilt werden, die bis zur Betriebsschließung führen könnten." Weiters bereitet der Anwalt eine zivilrechtliche Klage auf Unterlassung des vorherrschenden Gestankes gegen die RGO vor.
RGO-Obmann Franz Ganeider erklärte, dass man "intensiv an technischen Verbesserungen arbeite und viel Geld dafür in die Hand nehmen will". Man wolle endlich Ruhe mit den Nachbarn.

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