Quantensprung (3)

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Uploaded by on Jul 1, 2008

Im Jahr 1935 holte Einstein zu seinem letzten großen Schlag gegen die Quantentheorie aus. Er wollte beweisen, dass die Dinge unabhängig von einem Beobachter eine objektive Realität besitzen. Intuitiv geben wir Einstein sofort Recht. Denn ein Auto zum Beispiel hat natürlich auch dann eine bestimmte Geschwindigkeit, wenn der Tachometer ausgefallen ist und wir sie deswegen nicht messen können. Die Quantentheorie behauptet aber, dass der Zustand mikroskopischer Objekte vor einer Messung nicht nur nicht bekannt, sondern völlig unbestimmt ist. Um diese Behauptung als unsinnig zu entlarven, erdachte Einstein gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Boris Podolsky und Nathan Rosen ein Gedankenexperiment, das nach den Anfangsbuchstaben seiner Erfinder als EPR-Argument in die Geschichte eingegangen ist.

In einer modernen Version funktioniert das Gedankenexperiment so, dass Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge einen Kristall mit speziellen optischen Eigenschaften durchquert. Dabei entstehen im Kristall Paare von Lichtteilchen (Photonen). Gleich nachdem sich ein Paar gebildet hat, fliegen die beiden Photonen aber wieder in unterschiedliche Richtungen auseinander. Den Regeln der Quantentheorie zufolge sind die Polarisationsrichtungen dieser "Zwillings-Photonen" unbestimmt.
Das bedeutet: Erst im Augenblick der Messung "entscheidet" sich das Licht für eine bestimmte Polarisation. Allerdings weiß man aufgrund physikalischer Erhaltungssätze, dass die Polarisationsrichtungen beider Photonen immer senkrecht aufeinander stehen.
Das ganze Universum in eine Formel zu fassen, die auf ein T-Shirt passt: Das ist der große Traum der Physiker. Von jeher versuchen sie, ihre Theorien so zu vereinheitlichen, dass nur eine übrig bleibt die »Theorie von allem«. Mittlerweile sind sie ziemlich entnervt. »Der Boden der Physik ist übersät mit Leichen von vereinheitlichten Theorien«, sagte Freeman Dyson einmal. Derzeit zanken zwei Denkschulen die Stringtheorie und die Schleifen-Quantengravitation um den richtigen Ansatz. Doch beiden mangelt es an Beweisen.

Eine Weltformel müsste alle Elementarteilchen erklären und die Kräfte, die zwischen ihnen wirken. Im Urknall, so die Annahme, gab es nur eine Kraft. Die habe sich dann in die heute bekannten Grundkräfte aufgespalten: den Elektromagnetismus, die schwache und die starke Wechselwirkung und die Gravitation. Die schwache Wechselwirkung wirkt zwischen Teilchen, die starke hält die Quarks in den Teilchen zusammen.

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Science & Technology

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Top Comments

  • Super Dokumentation. Ich finde es Schade , dass in der Öffentlichkeit nicht angeregter über die Quatenphysik gesprochen wird. Beschäftigt Sie sich doch auch mit dem Wesen aller Dinge. Vlt wird es als zu schwere Kost angesehen und darum gibt es so wenig Reportagen darüber.

  • super doku!

    finde ich hochinteressant, besonders dass übernatürliches plötzlich natürlich wird

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All Comments (144)

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  • @GongoQuelli Das habe ich auch gedacht.Die echten Wissenschaftler opfern alles um der Welt neue Erkentnisse fürs Wohlergehen aller Menschen schenken aber,es wird immer wieder dummkopfige Politiker geben die das gegen die Menschheit nutzen werden,weil die Macht ja in ihren Händen ist."Politiker","Wirtschaftler­","Bänker" wenn ich diese Worte schon höre fühlen sich meine Eier wie zerquätscht.In Wirtschaft wird gelehrt dass alles in begrenzter maßen gibt,genau wie deren Hirnfunktionen..

  • najo komme aus deutschland

  • Wäre es wirklich gut, genau alles herauszufinden? Bisher hat sich gezeigt, dass solches Wissen auch oft missbraucht wird und man Waffen herstellt die immer brutaler werden. Was bringt uns denn dieses Wissen, wenn wir uns damit umbringen?

  • So ein Scheiss mit Weltformel. Kanns gar nicht geben, weil alles, was es gibt zwingend auf dem Vorherigen aufbaut. Jede Formel kann nur ein Modell, also ein isolierter Auschnitt aus Zeit (temporär stabil) und Raum (angenäherte Grösse).

    Die Welt war zuerst da und nicht so eine Scheiss Formel, nach der sich alles dann aufgebaut hat. Folglich müsste es ja möglich sein, mit so einer leidigen Formel ein neues Universum zu schaffen, wo wieder so Genies nach deren Weltformel suchen. Schwachsinn!

  • sakra ment

  • Anscheinend sind zwei Leute schon einmal gebeamt worden und es hat ihnen nicht gefallen...

  • Albert einstein mit der frage ob man den mond nicht sehen könnte wenn niemand ihn ansieht. Der mond existiert trotzdem albert einstein hatte unrecht, nur was das wichtigste ist der Mond wurde gemessen er wird ständig gemessen deshalb kann man den mond auch nich so sehen wie er wirklich aussieht.

  • was ist real was ist nicht real, nach der quantenphsyik ist eigentlich so gut wie alles möglich, nichts unmöglich. Doch kann es wirklich sein? Niemand weiß wie der mensch wirklich aussieht, denn die quanten nehmen ihre position erst im letzten moment ein. Da die quanten auf jedes Messen reagieren, zeigen sich sich niemals in der realen form und gemessen wird alles, alles was wir jeden tag sehen ist schon gemessen, sieht ein apfel anders aus wenn man ihn nicht misst? Das ist die große frage

  • HC4L

  • Das Disapparieren hat die Rowling also aus der Quantenphysik. Vielleicht wird das ja eines Tages Realität.

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