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Galilei und die ersten Teleskope

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Uploaded by on Feb 20, 2010

http://facebook.com/WissensMagazin ... Eyes on the Skies (2): Galileo Galilei und die ersten Teleskope.

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Die Erfindung des Teleskopes revolutionierte die Entwicklungen in der Geschichte der Astronomie. Teleskope verhalfen den Menschen in den letzten 400 Jahren zu einem ungeahnten Blick in ferne und aufregende Bereiche des Weltalls.

Im Januar 1610 betrachtete Galilei den Jupiter. In der Nähe des Planeten sah er vier Lichtpunkte; sie änderten ihre Position am Himmel Nacht für Nacht, wie auch Jupiter selbst. Es war wie ein langsames, kosmisches Ballett von Monden rund um den Planeten. Die vier Lichtpunkte sollten später bekannt werden als die Galilei´schen Monde des Jupiter.

Was fand Galilei sonst noch? Die Phasen der Venus! Ebenso wie der Mond zeigt die Venus ein Anwachsen und Abnehmen, von der schmalen Sichel zur voll beleuchteten Kugel. Außerdem: Seltsame "Henkel" an beiden Seiten des Saturn. Dunkle Flecken auf der Sonne.
Und natürlich viele Sterne. Tausende davon, vielleicht sogar Millionen.

All diese Sterne waren aber zu schwach für das freie Auge. Es war so, als sei der Menschheit eine Augenbinde abgefallen. Ein ganzes Universum tat sich auf und hielt eine Fülle an Entdeckungen bereit. Nachrichten über das Teleskop verbreiteten sich in Europa wie ein Lauffeuer.

In Prag ging Johannes Kepler daran, den Strahlengang des Teleskops zu verbessern. In Antwerpen stellte der holländische Kartograph Michael van Langren die ersten verlässlichen Mondkarten her, die das zeigten, was er für Kontinente und Ozeane hielt. Und Johannes Hevelius, ein wohlhabender Bierbrauer im heutigen Polen, baute riesige Teleskope in seiner Sternwarte in Danzig.

Doch die besten Instrumente jener Zeit wurden wahrscheinlich von Christiaan Huygens in Holland hergestellt. 1655 entdeckte Huygens den größten aller Saturnmonde, Titan. Einige Jahre später enthüllten seine Beobachtungen Saturns Ringsystem, ein Phänomen, das Galilei nie verstanden hatte. Und nicht zuletzt sah Huygens Strukturen und helle Polkappen des Mars.

Die frühesten Fernrohre waren allesamt Refraktoren, die Linsen benutzten, um Licht zu sammeln und zu fokussieren. Später aber wurden die Linsen durch Spiegel ersetzt. Das Spiegelteleskop wurde erstmals von Nicolaus Zucchius konstruiert und später von Isaac Newton verbessert.

Im späten 18. Jahrhundert schließlich wurden die größten Spiegelfernrohre der Welt von William Herschel, einem Musiker und Astronomen, gebaut. Er arbeitete mit seiner Schwester Karoline zusammen. In ihrem Haus in Bath, England, gossen die Herschels rotglühendes geschmolzenes Metall in eine Gießform, und nach Abkühlung des Ganzen polierten sie die Oberfläche, so dass sie das Sternenlicht reflektierte.

Im Laufe seines Lebens baute Herschel mehr als 400 Teleskope. Die größten davon waren so gewaltig, dass er vier Diener brauchte, um sie mittels verschiedener Seilzüge, Räder und Rollen zu bewegen, was nötig war, um den Bahnen der Sterne am Himmel zu folgen, die natürlich nur die Rotation der Erde widerspiegeln.

Herschel glich einem Wächter des Himmels, er ließ keine Stelle am Firmament aus und katalogisierte Hunderte von Nebelflecken und Doppelsternen. Er erkannte auch, dass die Milchstraße ein abgeplattetes System ist.

Und er vermaß sogar die Bewegung des Sonnensystems durch diese abgeflachte Scheibe, indem er die Relativbewegungen der Sterne und der Planeten verfolgte. Schließlich geschah es: Am 13. März 1781 entdeckte er einen neuen Planeten Uranus. Erst 200 Jahre später sollte die NASA-Sonde Voyager 2 den Astronomen einen ersten Einblick in die Details der Uranus-Welt geben.

In den fruchtbaren ländlichen Regionen Irlands baute William Parsons, der dritte Graf von Rosse, das größte Teleskop des 19. Jahrhunderts. Mit einem Metallspiegel von sagenhaften 1,8 Meter Durchmesser wurde das Teleskop auch als "Leviathan von Parsonstown" bekannt.

In klaren, mondlosen Nächten saß der Graf an seinem Okular und trat eine Reise durchs Universum an. Etwa zum Orion-Nebel, der nun als Sternen-Geburtsstätte bekannt ist. Oder zum mysteriösen Krabben-Nebel, dem Überrest einer Supernova-Explosion.

Und die Whirlpool-Galaxie? Lord Rosse war der Erste, der ihre majestätische Spiralstruktur bemerkte. Eine Galaxie wie unsere eigene, mit komplexen Wolken aus dunklem Staub und leuchtendem Gas, Milliarden von Einzelsternen und, wer weiß, vielleicht sogar erdähnlichen Planeten. So wurde das Fernrohr unser neues Tor zum Universum.
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Top Comments

  • Wie hammer. =P

    Ihr macht mich nur schlauer...

  • Geil...

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All Comments (32)

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  • Astronomie ist doch das beste was es gibt.

    Sterne zu beobachten ist entspanned , Spannend , man sieht immer was anderes ( wenn man nicht gerade immer auf dem Mars , Mond etc. guckt .. )

    Einfach nur schön..

  • Und schon wieder ein Sonderschüler! Wie kann man solche Dokus nicht mögen?????

  • i like the baroque harpsichord music

  • Super!

  • boooor geil werde mir demnächst ecuh ein teleskop zu legen und ich wäre sehr erfreut wen ihr mir ein tolles teleskop empfiehlt aso wer schon geil wens ein experte wäre ^^ ehh schick mir eine private nahricht dan sage cih dir meine budget und was ich so durch das teleskop sehen will pls help=)

  • find ich gut, ich muss bald ein referat über galilei halten das vid hat mir geholfen :D

  • cool..besser als die lahmen dokus,die wir uns immer in der schule ansehen müssen

  • @Ululuro:

    Der Originaltext ist "being not unlike the face of the earth".

    Die deutsche Übersetzung ist also korrekt.

  • @XXXLFan

    es sind nur gesteinsbrocken

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