Roller Tuning auf Mosfet Zündung, Cdi durch Transistor ersetzen

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Uploaded by on Jan 30, 2011

Die orginalen cdi-Zündungen (Kondensator Thyristor Zündanlagen) sind oft nicht das Wahre, haben meist einen viel zu schwachen Funken so daß die 4-takt und 2-takt Roller kaum anspringen wenn das Benzin-Luft Gemisch vom Vergaser nicht ideal ist. Abhilfe schafft eine sebstgebaute Zündschaltung die aus nur ein paar Bauteilen besteht. Ein MosFet Transistor kann wie ein Unterbrecher den Strom durch die Zündspule fliesen lassen und auch wieder unterbrechen so daß ein Zündfunke entsteht. Das Geheimnis dabei ist, schnell genug den Strom zu unterbrechen daß auch wirklich eine hohe Spannung entsteht, dafür sorgen 2 Kleinsignaltransistoren wie z. B. bc547. Die Kondensatoren sorgen dafür daß der Zündfunke nicht nur eine hohe Spannung, sondern auch genügend Power hat und schützen nebenbei noch den MosFet vor Überspannung. In dem Moment wo der Mosfet den Stromkreis öffnet fliest der Strom noch kurze Zeit weiter über den Kondensator, und der Kondensator trennt damit eigentlich den Stromkreis, dadurch entsteht am Mosfet keine so hohe Spannung und der Funke wird stärker da der Kondensator mit der Zündspule außerdem noch sowas wie einen Schwingkreis bildet. Dadurch daß die Zündspule einen sehr kleinen Widerstand hat und damit ein viel zu hoher Strom fliesen würde, wurde die Scheinwerferbirne noch darüber geschalten, das hat den Vorteil daß keine Energie unnötig mit einen Widerstand verheizt werden muss sondern für die Front-Lichtbirne zur Verfügung steht, die in den meisten Ländern sowiso immer brennen muss.
Das hier ist eine Transistor zündung.

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  • Find deine puristische Idee echt cool. Aber ist es nicht so das der Zündzeitpunkt verschoben wird und der Begrenzer entfällt?

  • @RANDOM24h Danke ;-) Der Zündzeitpunkt wird beim Starten und im Leerlauf des Motors nicht mehr nach "Spät" verschoben was bedeutet wenn man den Motor langsam "ankickt" daß der Kolben zurückschlagen kann, der Zeitpunkt ist also immer fest und die Erleichterung beim Starten fällt weg. Das bedeutet aber auch daß der Motor vom Standgas aus besser beschleunigt (Zündung ist auf Früh), beim normalen Fahren auf Standarddrehzahl stimmt der Zündzeitpunkt aber perfekt. Die Begrenzung der Drehzahl fällt weg

  • Schönes Video, und gut erklärt!

    An was für eine Spannungsfestigkeit hattest du beim MOSFET gedacht? Aus dem Bauch herraus hätte ich jetzt was in der Größenordnung IRFP450 o.Ä. genommen.

  • @hmpeter der 1310N MOSFET wird bei 4 Ampere in der Schaltung nur lauwarm, eigentlich bräuchte er gar kein Kühlblech, ich hab ihn vorsichtshalber an ein ganz kleines Kühlblech geschraubt um einen evtl. Wärmestau im Sommer entgegenzuwirken, mitlerweilen hat der Roller mit der Schaltung schon über 1000 km hinter sich ohne daß etwas kaputtging. Die Schaltung hat den Vorteil daß sie sehr einfach ist und trotzdem einen schönen kräftigen langen Funken erzeugt.

  • @eflose Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort! Dann werde ich am Wochenende mal etwas experimentieren. Die primitivst-CDI meines Mopeds mag wartungsarm sein, aber ansonsten sind die Dinger nicht so dolle. :-) Das der Transistor bei dem kleinen rdson nicht warm wird glaube ich gern, einen kleinen Kühlkörper spendiere ich dem guten Gewissen wegen aber trotzdem. :-)

  • @hmpeter am besten wäre es wenn du als Zündspule eine Auto-Zündspule nimmst, wie z. B. von nen 80er Audi oder so, die bekommt man bei Ebay schon für 5 Euro oder so da die orginal-Zündspulen die für cdi ausgelegt sind nicht unbedingt einen sehr starken Zündfunken machen, die sind eher als "Transformator" ausgelegt, aus denen ist nicht viel mehr rauszuholen als sie orginal schon haben. Die Mosfet-Schaltung ist auch sehr einfacher, sogar einfacher als die einer CDI, es sind nur 3 aktive Bauteile.

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All Comments (9)

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  • @ eflose

    kannst du mir genau die bauteile beschreiben die du verwendet hasst

    ich will mir die selbe zündung bauen.

    danke im voraus!

  • @eflose Ich habe hier noch eine original Spule für die Ausführung mit Unterbrecherzündung, mit der werde ich es erstmal probieren. Die CDI besteht auch nur aus Thyristor und 3 Dioden incl. Freilaufdiode, also nur ein aktives Bauteil mehr. Minimaltechnik der frühen 80er. :-) Aber ich gucke mich Spaßenshalber nochmal nach einer Auto-Spule um, vielen Dank!

  • @hmpeter der 0,47 Kondensator parallel zum MOSFET begrenzt die Spannungsspitze die am MOSFET anliegt auf etwa 60 Volt, ohne den Kondensator wäre der MOSFET sofort durch, habe einen IRF1310N genommen (100 Volt 0,036 Ohm 42 Ampere). Dann öffnet der Mosfet durch die Beschaltung zwar sehr schnell, allerdings nicht komplett, am Gate liegen noch 1,4 Volt an, es fliesen bei 12 Volt noch 10 mA durch den Mosfet die auch einen extremem Spannungsanstieg entgegenwirken.

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