Der Text ist aus einem preussichen Volkslied von Theodor Fontane abgeleitet. Ich finde den Text ziemlich passend, wenn man sich die heutige Gesellschaft und die Zusammenhänge mal genauer ansieht.
Preussisches Volkslied
Strophe 1
Ja, man ist uns Vieles schuldig. Ja, wir könnten freier sein,
Doch geduldig, nur geduldig, auch die Freiheit stellt sich ein.
Ja, da kann man schon vergessen, dass wir sollten freier sein.
Strophe 2
Ja, man hat uns viel versprochen, hat uns stark den Hof gemacht,
hat die Schwüre dann gebrochen und uns weidlich ausgelacht.
Drum gegessen und vergessen, dass wir sollten freier sein.
Bridge 1
Wo man geht und steht: „Bezahle!", heißt es wie nicht recht gescheit
Wahrlich unsre Generale, plündern uns in Friedenszeit!
Strophe 3
Ja, entsetzlich ist die Zeitung, wirkt wie bestes Opium.
So politisch ist die Leitung, dass wir stets politisch dumm.
Drum gegessen und vergessen, dass wir sollten freier sein.
Bridge 1
Ja, wir möchten laut versichern, das ist gut und das ist schlecht.
Und nicht so verstohlen kichern, wenn ihr rechten Unsinn sprecht.
Solo
Strophe 4
Ja, man ist uns Vieles schuldig. Ja, wir könnten freier sein,
Doch geduldig nur geduldig, auch die Freiheit stellt sich ein.
Und so lange tapfer essen, dürfen wir und schlürfen Wein.
Ja, da kann man schon vergessen, dass wir sollten freier sein.
Und so lange tapfer essen, dürfen wir und schlürfen Wein.
Ja, da kann man schon vergessen, dass wir sollten freier sein.
Theodor Fontane (1819- 1898)
Link to this comment:
All Comments (0)