Hans-Peter von Kirchbach: "Ich möchte Wahlfreiheit in Wertefragen!"

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Uploaded by on Mar 26, 2009

Mehr über den Statementgeber:
http://www.johanniter.de/org/juh/org/land/go/praesident/deindex.htm

Hans-Peter von Kirchbach wurde am 03. August 1941 in Weimar als Sohn des Offiziers Hermann von Kirchbach und der Ursula von Kirchbach geboren. Nach Kriegsende verließ die Familie Thüringen Richtung Westen. Das Abitur legte von Kirchbach 1960 in Koblenz ab.

1960 trat er in die Bundeswehr ein, zunächst als Wehrpflichtiger und Reserveoffiziersanwärter, später als Zeit- und Berufsoffizier. 1972 bis 1974 erfolgte die Ausbildung zum Generalstabsoffizier an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Nach verschiedenen Aufbauverwendungen im Generalstabsdienst war von Kirchbach von 1979 bis 1990 als Kommandeur, Chef des Stabes (2. Panzergrenadierdivision) sowie als Referent und Referatsleiter im Bundesministerium der Verteidigung tätig. Im Oktober 1990 übernahm er das Kommando über die 9. Panzerdivision der ehemaligen NVA in Eggesin und gliederte sie zur Heimatschutzbrigade 41 um. Sein verständnisvolles Vorgehen in diesem schwierigen Prozess sicherte ihm viele Sympathien in der Bundeswehr und der ostdeutschen Bevölkerung.

Berühmtheit erlangte Hans-Peter von Kirchbach vor allem während des Oderhochwassers 1997 als Kommandeur der 14. Panzergrenadierdivision und des Wehrbereichskommandos VIII in Neubrandenburg. Er befehligte 30.000 Soldaten und leistete einen unersetzlichen Beitrag zum "Wunder von Hohenwutzen", der Verteidigung der durchnässten Deiche gegen die zweite Flutwelle im Oderbruchgebiet.

Befördert zum Generalleutnant übernahm er 1998 das Kommando über das IV. Korps in Potsdam. Gleichzeitig wurde er in die Kommission zur Bekämpfung des Rechtradikalismus berufen. Vom 01. April 1999 bis zum 30. Juni 2000 übte von Kirchbach das Amt des Generalinspekteurs der Bundeswehr. Zum 01. Juli 2000 trat er in den Ruhestand ein.

Seit 1999 ist Hans-Peter von Kirchbach Mitglied des Johanniterordens (Sächsische Genossenschaft). 2002 wurde er vom Herrenmeister des Johanniterordens zum Rechtsritter geschlagen. Von 2000 bis November 2001 war er als Ordenswerkmeister Mitglied der Ordensregierung. Am 25.11.2001 wurde er in Nieder-Weisel nach Nominierung durch die Delegiertenversammlung vom Herrenmeister des Johanniterordens, Oskar Prinz von Preußen, zum Präsidenten der Johanniter-Unfall-Hilfe ernannt. In diesem Amt wurde er im November 2005 für eine weitere Amtszeit von vier Jahren bestätigt.

Von Kirchbach setzte sich in den vergangenen Jahren besonders für eine breite Förderung des ehrenamtlichen Engagements in der JUH und für eine Ausweitung der Jugendarbeit und des Schulsanitätsdienstes ein. Er war maßgeblich am Zustandekommen der Strategischen Allianz zwischen JUH und der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk beteiligt. Sein großes Interesse gilt zudem der strategischen Weiterentwicklung der JUH wie auch einer nachhaltigen Ausweitung der Johanniter Auslandshilfe.

Nach der Elbeflut 2002 war von Kirchbach Vorsitzender der Unabhängigen Untersuchungskommission der Sächsischen Staatsregierung Flutkatastrophe 2002. Er ist Mitglied im Beirat der Deutsche Bank AG und der Barmenia Allgemeine Versicherungen AG. Im Mai 2007 wurde er für zwei Jahre zum Chairman von Johanniter International, dem Zusammenschluss der internationalen Johanniter Hilfswerke, gewählt.

http://www.pro-reli.de/volksbegehren/

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