Viele berühmte Menschen, Autoren und Schauspieler, Wissenschaftler und Kritiker haben sich zu Karl Valentin geäußert und seine Kunst gewürdigt.
Valentin war jedoch ein bodenständiger Mensch und wenn eine Kritik zu seinen Lebzeiten besonders hochtrabend ausfiel, dann zeigte er das Blatt seiner Frau oder seiner Tochter Bertl und lachte mit ihnen darüber, was denn schon wieder G´spinnerts über ihn geschrieben worden war.
Aber dennoch werden ihn die positiven Worte doch irgendwie gefreut haben, da er aus ihnen die Anerkennung entnehmen
konnte, die ihm von Seiten der Vertreter der "Hochkultur" wie keinem anderen Kollegen mit vergleichbarer künstlerischer Herkunft entgegengebracht wurde.
Heute ist das "Crossover" der Kulturen schon Alltag geworden, Philharmoniker treten mit HipHopern auf , die Werke von Graffitti-Künstlern hängen in angesehenen Museen und Gerhard Polt und die Biermös´l Blosn sind Publikumsmagneten in den Münchner Kammerspielen. Aber zu Karl Valentins Lebzeiten war etwas Ähnliches noch fast undenkbar, die große Kultur rümpfte die Nase vor den Bühnendarstellern der bürgerlichen Singspielhallen und die Auftritte Karl Valentins in den Kammerspielen und vor dem verwöhnten Berliner Publikum sind daher für die damalige Zeit etwas sehr Außergewöhnliches.
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