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Illegale Chrom-Abfälle schuld an Krebs des 15-Jährigen Wu?

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Uploaded by on Jan 22, 2012

Die Gesundheit eines 15 Jährigen Jungen in der Provinz Yunnan verschlechterte sich dramatisch seit letztem September. Wu Wenyongs Gesicht schwoll an, Tumore wuchsen im Nackenbereich.

Diagnostiziert wurden zwei verschiedene Krebsarten. Thymom und Leukämie.

Wu hat aufgrund der Chemotherapie seine Haare verloren. Sein Vater Wu Shuliang konnte bisher nicht herausfinden, was die Krankheit seines Sohnes verursachte. Aber er vermutet, dass die Chrom-Abfälle einer nahegelegenen Fabrik, die Ursache der Krankheit ist.

[Wu Shuliang, Wenyongs Vater]:
„Als er krank wurde, wussten wir nicht was es war... Unser Teil des Farmlandes liegt gleich neben der Chrom-Müllschlacke. Die Fabrik hat sogar einen Abfluss gegraben, direkt neben unserem Farmland."

Die Bewohner, die im Industriegebiet außerhalb der Stadt Qujing wohnen, haben große Mühe mit der Chromverschmutzung Landes und Trinkwassers klar zu kommen.

Einwohner sagen, dass Fahrer der Firma Luliang Peace Technology aus Yunnan Chromabfälle neben ihrem Dorf abgeladen hatten. Der Müllberg sei etwa drei Stockwerke hoch.

Die Einwohner beschwerten sich bei den lokalen Behörden: Ihr Vieh verende und außergewöhnlich viele Einwohner erkrankten an Krebs. Doch sie wurden ignoriert. Letztes Jahr wurde bekannt, dass über 4.500 Tonnen Chrom in den Nanpan Fluss ausliefen. Dieser ist der Hauptstrom der in die Provinz Guangdong fließt.

Umweltschützer haben Chromtrioxid-Werte im Wasser gefunden, welche den erlaubten Grenzwert um das 200-fache überschreiten. Chromtrioxid ist äußerst giftig und krebserregend.

Letzten September haben lokale Behörden fünf Personen wegen illegaler Müllentsorgung verhaftet und verlangten von der Fabrik die Chromproduktion einzustellen.

Zur gleichen Zeit ist es schwer für Wus Vater, die medizinischen Behandlungskosten seines Sohnes bezahlen zu können.

Eine Gruppe von Anwälten und chinesischen Umweltorganisationen reichten eine Klage in Namen der Einwohner ein.

Ein Greenpeace Aktivist sagte, das Gerichtsverfahren werde als Präzedenzfall den Weg für weitere Klagen ebnen. Es sei das erste Mal, dass eine zivile Umweltorganisation als Kläger in einer öffentlichen Verwaltungsklage anerkannt wäre. Das Gerichtsverfahren beginnt am 23. Januar.

[Ma Tianjie, Greenpeace Aktivist]:
„Das heißt in Zukunft, wenn ähnliche Fälle geschehen, können Umwelt- oder zivile Organisationen jene repräsentieren, welche keine Stimme oder Möglichkeit haben akzeptiert zu werden, oder Gerechtigkeit im jetzigen Rechtssystem suchen."

Die Kläger verlangen von der Firma einen Entschädigungsfond von 1,2 Millionen Euro einzurichten. Auch der 15-jährige Wu soll davon profitieren.

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News & Politics

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