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ORF Nachruf zum Tod von Hilde Zach der Altbürgermeisterin von Innsbruck

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Uploaded by on Jan 16, 2011

Innsbrucks Altbürgermeisterin Zach ist tot
Die Innsbrucker Altbürgermeisterin Hilde Zach ist am Samstagabend nach langer Krankheit gestorben. Sie war von 2002 bis 2010 Bürgermeisterin von Innsbruck. Zach zog sich 2010 aus der Politik zurück. Sie wurde 68 Jahre alt.

Aufstieg an der Seite von Herwig van Staa
Hilde Zach war eine ehemalige Kleinunternehmerin aus der Innsbrucker Fleischerdynastie. Ihre politische Karriere begann vor fast 20 Jahren.
1991 wird die resolute Inhaberin einer Fleischhauerei Bezirksobfrau des Wirtschaftsbundes. Drei Jahre später ist sie zusammen mit Herwig van Staa Gründungsmitglied der politischen Gruppierung "Für Innsbruck", einer Abspaltungsliste von der damaligen ÖVP unter Romuald Niescher.
"Für Innsbruck" gewinnt 1994 die Wahl, Van Staa wird Bürgermeister und Hilde Zach übernimmt die Kulturagenden. Sechs Jahre später erringt die Liste die relative Mehrheit.
Seit der Gemeinderatswahl 2000 war sie 1. Bürgermeister-Stellvertreterin mit den Ressorts Kultur, Erziehung, Bildung und Gesellschaft, Frauen, Familien und Senioren, Kinder- und Jugendförderung.

Erste Frau an Spitze einer Landeshauptstadt
Als Herwig van Staa Wendelin Weingartner als Chef der Tiroler Landesregierung ablöste und Landeshauptmann wurde, wurde Hilde Zach 2002 Innsbrucker Bürgermeisterin. Hilde Zach - mittlerweile mit Beinamen "Wilde Hilde" - war damit die erste Frau an der Spitze einer Landeshauptstadt.

Von 2002 bis 2010 Bürgermeisterin
2006 musste sie mit ihrer ÖVP nahen Liste "Für Innsbruck" ein Minus von 9,5 Prozentpunkten hinnehmen, erreichte mit 26,8 Prozent der Stimmen aber dennoch die relative Mehrheit.
Am 8. März 2010 hat Zach das Bürgermeisteramt krankheitsbedingt an Vizbebürgermeisterin und politische Nachfolgerin Christine Oppitz-Plörer übergeben.




Kritik und Diskussionen über ihre Projekte
Herbe Kritik von den Stadtparteien musste die Bürgermeisterin einstecken, als sie im Alleingang 122 Millionen Euro von der BAWAG zur Raiffeisen-Gruppe transferieren lässt.
Für viel Diskussion sorgt auch ihr Vorzeigeprojekt, der Bau der Hungerburgbahn neu, von Gegnern auch als "Grottenbahn" beschimpft. Hilde Zach gilt aber auch als Förderin der bildenden Kunst und führt in der Stadt die Initiative "Innsbruck liest" ein.
Wirtschaftlich ebnet sie den Weg für den Bau des neuen Kaufhauses Tyrol in der Maria Theresien Straße, das im Zentrum der Tiroler Landeshauptstadt einen modernen städtebaulichen Akzent setzte.




Kämpfernatur Hilde Zach
Vor einigen Jahren erkrankte Hilde Zach an Brustkrebs. Es gelang ihr lange, gegen die Krankheit anzukämpfen, bis diese vor geraumer Zeit an einer anderen Stelle wieder ausbricht.
Hilde Zach, von Freund und Feind als Kämpfernatur bezeichnet, hat ihren Kampf gegen den Krebs verloren.

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