Urlaub 2011 Spanien - Denia - auf dem Montgo - Cova de l'Aigua (Höhle) auf etwa 350 msnm Höhe

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Uploaded by on Sep 6, 2011

Der Montgó (seltener auch Mongó) ist ein Berg im Südosten Spaniens, im Norden der Costa Blanca, in der Nähe der Küstenstädte Dénia und Jávea mit einer Höhe von 753 msnm. Der Montgó selbst und das ihn umgebende Gebiet ist Naturschutzgebiet („Parc Natural el Montgó").

Die Cova de l'Aigua (valencianisch; spanisch: Cueva del Agua; Wasserhöhle) ist eine Höhle am Nordhang des Bergmassivs Montgó in Spanien. Sie liegt auf der Gemarkung der Stadt Denia, Provinz Alicante, im Norden der Costa Blanca. In der Höhle sammelt sich Wasser, das aus dem Berg austritt. Die Cova de l'Aigua ist von archäologischer und historischer Bedeutung. Der Hang in ihrer unmittelbaren Umgebung beherbergt sehr zahlreiche, zum Teil seltene oder endemische Pflanzenarten und steht deshalb unter besonderem Schutz.

Die Cova de l'Aigua liegt auf etwa 350 msnm Höhe am Fuß einer senkrechten Felswand aus Kalkstein der kreidezeitlichen Stufe Turon. Vom Eingang aus geht der Blick nach Norden auf die 2,5 km entfernt liegende Hafenstadt Denia und den Golf von Valencia. Die Höhle befindet sich im Naturschutzgebiet „Parque Natural del Montgó".

In der Höhle wurden Scherben von Gebrauchskeramik und bemalter Keramik der Iberer angetroffen, die eine Nutzung der Höhle in der Eisenzeit anzeigen. In dieser Zeit bestand auf dem Rücken des Montgó eine befestigte iberische Höhensiedlung. Ebenso fanden sich Scherben von römischer Keramik, unter anderem von Lampen aus dem 4. bis 5. Jahrhundert n. Chr. Ob die Nutzung der Höhle religiöser oder anderer Art war, ist nicht bekannt. Aus arabischer Zeit stammen Bruchstücke von Gefäßen, die zur Aufbewahrung von Flüssigkeiten dienten.

Im 16. und 17. Jahrhundert hat man die Höhle mit Mauern als Zisterne eingerichtet. Innerhalb der Höhle tritt Wasser aus dem Berg aus. Durch lange Leitungen aus Tonrohren, von denen Reste noch erhalten sind, wurde ein Teil des darunterliegenden Hanges mit Wasser versorgt.

Vor dem Höhleneingang ist auf der linken Seite unter einem Felsvorsprung eine römische Inschrift aus der Zeit um das Jahr 238 n. Chr. in den Fels gemeißelt. Sie besteht aus folgendem Text:


CIVLVRBANVSVET
PRINCVEXILLEGVII
GEMPF[ ]ISS
CVMSVISAD[ ]CIOVA[ ]ER[ ]A
NOCOSLA[ ]F[ ]VSDO
NATVSOPTIOFC


Mit „[ ]" sind Stellen gekennzeichnet, an denen die Buchstaben nicht mehr lesbar sind.


Der Text wird wie folgt ergänzt (nach der Epigraphischen Datenbank des Instituts für Alte Geschichte der Universität Heidelberg [2]):

C(aius) Iul(ius) Urbanus vet(eranus) / princ(eps) vexil(lationis) leg(ionis) VII / gem(inae) p(iae) f(elicis) [[M[a]xim[i]n(ianae)]] [m]iss(us) / cum suis a D[e]cio Va[l]er[i]a/no co(n)s(ulari) L(ucius) A[l]f[i]us Do/natus optio f(aciendum) c(uravit)


Die Inschrift weist den Aufenthalt einer Vexillatio (Heeresabteilung) der Legio VII Gemina Pia Felix Maximiniana in der Umgebung nach. Sie sollte im Bürgerkriegsjahr 238 unter der Führung von Caius Iulius Urbanus einen Abschnitt der Küste sichern. Dies ist ein Hinweis auf die Bedeutung, die der Montgó strategisch und zur Überwachung der Umgebung hatte. Die Stadt Denia bestand zu jener Zeit bereits unter dem Namen Dianium.

Vom Eingang des Naturparks bei der Kapelle Pare Pere führt ein markierter und beschilderter, 1,9 km langer Wanderweg zur Höhle. Um im hinteren Bereich der Höhle sehen zu können, ist eine Taschenlampe nötig.

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