4. Oktober 2008
Ex-Botschafter in Österreich: "Präsident will mich liquidieren lassen"
Rakhat Alijev erhebt im "profil" schwere Vorwürfe gegen Nasarbajew - Dieser soll seinem Ex-Schwiegersohn Kopfgeldjäger geschickt haben
Wien - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" erhebt Rakhat Alijev (Aliyev), ehemaliger Botschafter Kasachstans in Wien, schwere Vorwürfe gegen seinen Ex-Schwiegervater, den kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew.
Alijev wird von Kasachstan wegen diverser strafrechtlicher Vorwürfe gesucht, hält sich zeitweise in Österreich auf und beteuert seine Unschuld. Österreich hat 2007 einen Auslieferungsantrag abgelehnt, weil in Kasachstan kein faires Verfahren garantiert sei.
Gegenüber "profil" erklärt Aliyev jetzt, Nasarbajew habe Kopfgeldjäger auf ihn angesetzt: "Seit Präsident Nasarbajew am Ende seiner juristischen Möglichkeiten angelangt ist, meine Auslieferung an Kasachstan zu erreichen, hat er sich für eine andere Vorgehensweise entschlossen: Er hat Geheimdienste und kriminelle Organisationen beauftragt, mich zu liquidieren. Es wurde mir zugetragen, dass er zehn Millionen Dollar Kopfgeld auf mich ausgesetzt hat."
Angriff in der Wiener Innenstadt
Tatsächlich wurde vorvergangene Woche ein enger Vertrauter Aliyevs, der aus Kasachstan geflüchtete Ex-Geheimdienstchef Alnur Mussajev, in der Wiener Innenstadt attackiert. Seine Freundin erlitt dabei einen Nasenbeinbruch - nur einer von zumindest drei ähnlichen aktenkundigen Vorfällen. Bei der Staatsanwaltschaft Wien ging man von einem Entführungsversuch aus.
Ein Verdächtiger mit deutscher Staatsbürgerschaft wurde nach Recherchen von "profil" in Zusammenhang mit der Tat verhaftet, die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt.
Im vergangenen Sommer wurden nach Angaben des Innenministeriums auch der Leibwächter Alijevs und seine Familie Opfer eines Angriffs. Entgegen anderen Medienberichten stehen aber weder Alijevs Leibwächter noch Alnur Mussajev unter Personenschutz der Polizei.
Kein Polizeischutz
"Ob es einen privaten Personenschutz gibt, weiß ich nicht - Polizeischutz gibt es jedenfalls nicht, da wir keine Veranlassung dazu sehen", so ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag. Berichte, wonach das Haus von Alijevs Leibwächter in Wien seit Sommer von WEGA-Beamten bewacht werde, wurden von den Behörden als unwahr bezeichnet.
Bundespräsident Heinz Fischer reist am Sonntag kommender Woche zu einem offiziellen Arbeitsbesuch nach Kasachstan (12.10. bis 14.10.), wo er auch mit Präsident Nasarbajew zusammentreffen wird. (APA)
http://derstandard.at/?url=/?id=1220459970132
Aliev, ich verfluche dich für immer und ewig!!!!!!!!!!!!!!!
irtgu8tg 1 year ago
niye rusca ? men tüsünmedim bunlari..ne boldy'da siz baariniz kazakca aiyta bilmeyiniz
AZER1FIGHTER 2 years ago
I love this movie))
muslim198509 2 years ago
Super
f1f2i 3 years ago