Tradition verkörpert der Unternehmer des Jahres 2011 für Sachsen. Die Herrnhuter Sterne GmbH wurde bereits 1894 als Musikalien- und Papierhandlung gegründet. Seit 1897 werden die zusammensetzbaren Herrnhuter Sterne verkauft, seit 1925 in der heute gebräuchlichen Form. Die ersten Sterne bastelten übrigens Kinder von Missionaren, die ihren Eltern ein Weihnachtsgeschenk in die Fremde schicken wollten.
1951 wurde das Unternehmen in VEB „Oberlausitzer Stern- und Lampenfabrik" umgewandelt, aber bereits 1968 an die Evangelische Brüder-Unität Herrnhut rückübertragen. Seit 1993 firmiert es unter dem heutigen Namen. Das Unternehmen verfügt über modernste Produktionsstätten, in denen 62 Mitarbeiter fest angestellt und 30 bis 40 Saisonkräfte beschäftigt sind. Die Schaumanufaktur ist ein Besuchermagnet.
Traditionelle Herrnhuter Sterne sind aus Papier gefertigt und müssen mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl zusammengefügt werden, ehe sie im Advent aufgehängt werden. Die Sterne finden sich in unterschiedlichen Größen nicht nur in Privathaushalten, sondern auch an so markanten Stellen wie vor der Dresdener Frauenkirche, dem Berliner Dom oder in der Centrums-Galerie Dresden. Der größte je gebaute Stern hängt mit einem Durchmesser von 2,50 Meter vor dem Bundeskanzleramt in Berlin.
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