Arthur Schnitzler "Das weite Land" (Theater in der Josefstadt, 2010)

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Uploaded by on May 18, 2010

Koproduktion mit dem Stadttheater Klagenfurt , Spielzeit 2009/10

„Ich glaube, dieses 'weite Land' ist wirklich die allerbeste Ihrer an guten Arbeiten so reichen zweiten Lebens- und Arbeitsperiode. Das Stück gehört so ganz Ihnen, und ist dabei so äußerst kräftig, so wunderschön zusammengehalten. Alle ihre nicht leicht in einem Atem aufzuzählenden Vorzüge: das so ganz persönliche Lebensgefühl, die höchst besondere Scala der Wertungen, die zarte und sichere Gestaltung, die leichte Hand für die Scenenführung, die Melancholie und der Witz, der höchst nötige bon sens, normale (aber seltene) Menschenverstand und dazu das tiefere poetisch-philosophische Zusammensehen und Nebeneinandersehen, die Güte, die Erfahrung, und zugleich ein entzückender Mangel an Routine, ein Frisches, Blühendes, Gespanntes überall dies alles kommt zusammen, um ein Werk herzustellen, das sich in unvergleichlicher Weise im Gleichgewicht hält, weltlich und tief, theatermäßig und philosophisch, amüsant und bedeutend ist.
Hugo von Hofmannsthal an Arthur Schnitzler, 20. Oktober 1910

„Das Stück ist eins der wenigen, zu dem ich mich bedingungslos bekenne. Dieses wird bleiben - ja man könnte fast sagen: Es wird erst kommen. Empfind ich bei so vielem von mir, dass ich etwas weniger bin als das, was ich selbst einen Künstler nenne; - hier bin ich - etwas mehr. Könnt ich s doch einmal noch mit gesunden Ohren hören!"
Arthur Schnitzler, Tagebuch, 14. Juni 1915

„Es deutet sich darin eine Philosophie an, etwa des Inhalts, daß der Augenblick nichts ist als der wehmütige Punkt zwischen Verlangen und Erinnern. Daß leidenschaftliches Handeln nichts ist als eine Maske, hinter der der Mensch einsam bleibt.
Robert Musil

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  • Föttingers Hofreiter ist wunderbar subtil. Der Direktor des Hauses hoechstpersoenlich gibt der Rolle durch seine tiefgruendige Interpretation eine dezente Note, die man im Theater kaum fuer moeglich halten wuerde. Sandra Cerviks Genia laesst die Figur nach dem Vorhang nicht zerstoert, sondern befreit in ihrer Darstellung enden, und Peter Scholz als Doktor Mauer ist wie immer ueberzeugend. Danke fuer all die schoenen Abende, ich habe bisher fast jede Vorstellung gesehen. Fuer nicht ganz 25 Euro.

  • Super ... dieses Stück gefällt mir sehr ... Schon oft gesehen ... Sehr ebfellenswert

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