Hamburg -- die Stadt des Bürgertums und der gehobenen Lebensqualität. Diesem Image ihrer Stadt wollen die Hanseaten ein weiteres hinzufügen: Das der Kreativität. Wie? Mit dem Projekt Karostar. Das zieht immer mehr Plattenlabels und Nachwuchskünstler an.
Europäische Metropolen und Großstädte wie Hamburg, Barcelona, Tallinn oder Amsterdam konkurrieren um die "kreative Klasse", die sehr mobil und auf der ganzen Welt zu finden ist. Dazu gehören Designer, Marketingfachleute, Medienschaffende, Forscher und Entwickler -- Menschen in wissensbasierten Berufen. Mit dem Slogan "Talentstadt Hamburg" sollen sie nun gezielt in die Hansestadt gelockt werden. "Hamburg benötigt gut ausgebildete Menschen, die zugleich durch ihre Ideen die Stadt voranbringen", sagt Bürgermeister Ole von Beust. Den Ankündigungen sind bereits Taten gefolgt: Mitten im Hamburger Szenekiez St. Pauli bewirtschaftet die Stadt treuhänderisch die "Kreativ-Fabrik" Karostar, die 40 Musik-Unternehmen bezahlbare Räume und Büros bietet. Eine Antwort auf die Branchenkrise in der Musikwirtschaft: Junge Plattenlabels, PR-Spezialisten, Nachwuchs-Verleger und Händler stehen Schlange. Die Gründer bleiben maximal vier bis fünf Jahre, dann müssen sie Platz machen für neue Start-ups. Dorothea Topf über das Hamburger Projekt.
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