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Risse im Kölner Domfenstern - Nanokitt soll helfen

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Uploaded by on Feb 14, 2010

Fenster im Kölner Dom müssen restauriert werden Forscher des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung haben einen Nanokitt entwickelt, der die feinen Risse, Craqueléschäden, in den Fenstern des Kölner Doms schließt. Er dringt in das Bernsteinglas ein. Anders als andere Stoffe blnders als andere Stoffe bleibt dieser "Nanokitt" nicht an der Oberfläche, erläutert Walther Glaubitt: "Die Flüssigkeit verdampft und hinterlässt eine nanoartige, poröse Struktur wie bei einem Fachwerkhaus. Normalerweise füllen sich diese Risse mit Wasser und verbreitern sich. Jetzt dringt es zwischen diese Nanobalken ein, löst aus den Seiten des Glases Ionen und füllt das Gerüst mit Glasbestandteilen aus - das Glas ist dann wieder erzeugt." "Wir brauchen keine Beschichtungsmaterialien, die sich vom Glas unterscheiden", freut sich Ulrike Brinkmann von der Dombauhütte. "Wir verwenden ein rein anorganisches System, das dem Glas eng verwandt ist und innerhalb der Gläser ein eigenes Netzwerk ausbildet." Restauratoren: Eleasar in ein "schwerer Fall"
Bislang, so erläutert Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner, traten Craqueléschäden hauptsächlich bei cognac- oder bernsteinfarben bemalten Flächen auf. So wie Eleasar: Mitten in seinem Gesicht klafft ein breiter Spalt. Zahlreiche Narben in Form von kleinen und großen Rissen setzen der bärtigen Männergestalt zu. Es scheint, als ob die biblische Figur um Fassung ringen würde. Die im Jahr 1877 vollendete Darstellung zählen die Kölner Experten zu den eher schwierigen Fällen. Nöte bereiten den Restauratoren dabei weniger die fehlenden Glaselemente in Eleasars Gesicht. Diese "mechanischen Schäden", verursacht durch Transport oder fehlerhafte Lagerung lassen sich vergleichsweise schnell durch den Einbau neuer Versatzstücke beheben. Abgase und Staubablagerungen vor allem durch den benachbarten Hauptbahnhof machten den Fenstern des Weltkulturerbes Kölner Dom bereits früh zu schaffen. Im Zweiten Weltkrieg gingen zudem viele Glasgemälde für immer verloren. Nur ein kleiner Teil des Bestandes kehrte nach dem Krieg wieder an die alten Plätze im nördlichen und südlichen Querhaus der Kathedrale zurück. Immer noch warten in den Magazinen der Dombauhütte einzelne Objekte auf ihren Einbau. Der ursprünglich 28 Fenster umfassende Fenster-Zyklus, der in großen Teilen auf den Kölner Maler Michael Welter (1808 bis 1892) zurückgeht, wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Nur ein kleiner Teil des Bestandes kehrte nach dem Krieg wieder an die alten Plätze im nördlichen und südlichen Querhaus der Kathedrale zurück. Weitere noch erhaltene Fenster sollen in den kommenden Jahren im Dom eingebaut werden.
"Was wir hier am Dom testen, wird stellvertretend auch für andere Bestände erprobt", weiß Brinkmann. "Nicht nur der Kölner Dom ist betroffen, auch wichtige Glasbestände in Leipzig, im gotischen Haus in Wörlitz und im Münster von Konstanz."

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