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Eugen Drewermann: Wie hältst Du's mit den Tieren 1/9

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Uploaded by on Mar 17, 2008

Dr. Eugen Drewermann, Christlicher Theologe, Paderborn

Wie hältst Du's mit den Tieren oder: von der Notwendigkeit einer neuen Ethik (Teil 1 von 9)

19. Oktober 2006, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Eine Hauptsache der fortschreitenden Naturzerstörung ergibt sich aus der Anthropozentrik des christlichen Weltbildes, wonach die gesamte Welt auf den Menschen hin geschaffen wurde. Die Selbstanschauung der menschlichen Spezies auf dem Planeten Erde erscheint geradezu als die Vollendung eines göttlichen Auftrags, und selbst der Begriff Verantwortung meint mit Bezug auf den Menschen allein die Verteidigung des menschlichen Art-Egoismus gegen alle anderen Lebensformen: Da erkranken in Britannien - durch menschliche Fehlernährung - Rinder an BSE, und es müssen zum Schutz der Menschen 4 Millionen von ihnen getötet und verbrannt werden; da erkranken Vögel an einem Virus, das auch Menschen befallen kann, und es werden 100 Millionen von ihnen vergast. Was wir derzeit anrichten, ist eine Querschnittslähmung durch den Motor der Evolution. Dabei wissen wir seit 1859, als Darwin die "Entstehung der Arten" veröffentlichte, dass wir Menschen nur eine Welle im Ozean des Lebens sind, und dieses Wissen sollten wir nutzen, eine neue Ethik und Weisheit zu entwickeln, in der das veränderte Weltbild der Naturwissenschaften zum Schutz der Pflanzen und Tiere, statt zu ihrer Ausrottung, genutzt wird. Doch was dagegen steht, ist nicht nur die geistige Trägheit kirchlicher Traditionen, sondern vor allem die "Gesetze" eines Marktes, dem es frei steht, alles, was lebt, zu "kapitalisieren", das heißt in das Toteste vom Toten: in Geld, zu verwandeln.

http://www.vorlesungen-tierrechte.de
http://www.rainerebert.de

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Uploader Comments (rainerebert)

  • I really love Drewermann, but i don't undestand German. Please, there is a translation of his speech? Thanks for your attention

  • To the best of my knowledge there is no translation of the talk. But you can find a short summary in English at the website given in the "About this Video" section on the right.

Top Comments

  • Dr. Eugen Drewermann ist der Rechtsanwalt der kripierenden Welt/Natur und ein große Mensch, vor dem man Respekt haben sollte!

  • EvDrevermann verdient hier "sechs Sterne".  Ein sehr realistischer Mann mit einer sehr einfühlsamen Seele. Wer Tiere mag und nicht isst, versteht ihn. Mögen alle Wesen sicher, glücklich und geborgen sein.

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All Comments (54)

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  • @Chrilsama Uiuiui: Nochmal kurz, fürs Verständnis: Unsere moralische Ignoranz gegenüber unserer Umwelt, die so sehr in uns implementiert ist wie nichts anderes, führt zur krankmachenden Spaltung die nicht nur zur Vergewaltigung der Natur sondern auch anderer Menschen führt. Mit einer wertschätzenden Haltung für Umwelt und Leben verliert der Mensch vielleicht seine unglaublich *** Herrschaftshaltung, aber der Respekt vor anderen Menschen würde dadurch erst umfassend möglich. Klar soweit?

  • hìhì_pãsst_hïër_ñet_rëïn_äba_ì­ch_bìñ_sõ_ëïnsâm_wïll_jëmand_m­ït_mîå_schréíbên

  • Was für ein Linker Ökodreck! Diese die Menscheit auf eine Amöbe erniedrigende Weltanschauung will eine neue Ethik schaffen?! Da kann man ja nur lachen (oder heulen!)! Nach der ET gibt es weder gut noch böse und kein Lebewesen kümmert sich um eine andere Spezies! Und auf der Grundlage willst du ne Ethik! Da kann ja nur so eine Nazi-Eugenik bei rauskommen!

    Wie wäre es mit der Kampagne "Selbstmord gegen Umweltzerstörung durch Überbevölkerung!"?! Geh mit gutem Bsp. voran!

  • ... auf den Punkt gebracht !

    Danke Eugen Drewermann!

  • Gibts die Vorlesung irgendwo als Transkription? Die Tonqualität macht es nicht gerade leicht zu folgen.

  • Wenn bei 6 Mrd. Menschen 50 Millionen (weniger als 1%) verhungern, dann ist schon aufgrund der Relation klar, dass die angebliche "Überbevölkerung" nicht der Grund für das Verhungern sein kann. Wenn es die Hälfte oder ein Viertel wäre, dann könnte man darüber diskutieren, aber bei 1% ist klar, dass es an irgendwelchen Verteilungsungerechtigkeiten oder auch lokalen Problemen in den Hungerländern liegt. Die Probleme gehen nicht weg, wenn man einfach die Bevölkerungszahl reduziert.

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