Was ist "Dematerialisierung"?

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Uploaded by on Jun 11, 2009

"Dematerialisierung ist zunächst einmal eines Zusammenfassung des Gedankens von Entkopplung. Der Versuch Lebensqualität, auch Wirtschaftswachstum sich vorzustellen mit weniger Materialverbrauch, dazu zählt auch Energieverbrauch. Praktisch kann man sich das so vorstellen, wenn wir unsere Autos leicht machen oder alle Fahrzeuge durch Leichtbau mobiler und auch weniger Material verbrauchend planen und gestalten, dann brauchen wir weniger Material von Anfang an und vor allen Dingen im Gebrauch dieser Fahrzeuge weniger Energie über ihre Lebensdauer. Insgesamt weiß jeder die Erde ist ein begrenztes System und jede Materialentnahme wird an irgendeiner Stelle bereits bei der Exploration, bereits bei der Förderung Naturveränderungen hervorrufen mehr oder weniger katastrophaler Art. Der Bergbau hat in vielen vielen Regionen solche Formen angenommen, dass Ressourcen-Reichtum als Fluch empfunden wird. Also wenn Sie Angola nehmen, das Öl oder wenn Sie den Kongo nehmen, die Coltan-Gewinnung oder andere seltene Rohstoffe. Die Verwüstung, die dort gesellschaftlich durch Arbeitsbedingungen, aber auch der Natur stattgefunden haben, sind einfach katastrophal. D.h. der eigentlich Reichtum ist ins Gegenteil, in einen Fluch, in eine katastrophale Entwicklung umgekehrt worden. Und von daher muss man sich ernsthaft Gedanken machen, wie könnten wir gesellschaftlichen Reichtum schaffen, auch durch Dienstleistung, durch sehr viel mehr kulturelle pädagogische Beratungsdienstleistungen, die eben weniger Naturmaterie verbrauchen und die an irgendeiner Stelle das Erdsystem, aber auch soziale Systeme in Unordnung bringen können. Das meint man mit Dematerialisierung und auch darüber nachzudenken, wie wir auch wir auch Werte, neue Werte schaffen können, die nur auf immateriellem Austausch von Dienstleistung aufbauen. Also mehr Theater, mehr Kultur, mehr Freizeit, durchaus auch mehr Medien, vielleicht auch mehr mit den neuen Medien, ohne zu vergessen, dass gerade Information- und Kommunikationstechnologien einen riesen Rattenschwanz an ökologischen Rucksäcken hinter sich herziehen. Es gibt ja das berühmte Beispiel ein Chip wiegt selber 1/10 Gramm, aber verursacht bei der Gewinnung von abiotischen Rohstoffen für seine Herstellung sozusagen eine Naturentnahme von 20 kg. Also daran sieht man dematerialisierte, leichte Materialien, die wir überall einsetzen, in all unseren Informations- und Kommunikationstechnologien, müssen im Bezug auf ihre gesamte Materialentnahme aus der Natur berücksichtigt werden. Und wir müssen über Prozessketten optimieren und nicht nur am Ende, beim Einsatz solcher Chips, um den Naturverbrauch insgesamt zu reduzieren. "

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Nonprofits & Activism

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