Hildegard Knef - Ich zieh' mich an und langsam aus 1966
Er spielte Klavier in der schäbigsten Bar,
und allen war es seit langem klar,
dass die Pfandleihe sein Zuhause war.
Er trank nicht wenig und rauchte zuviel,
lächelte freundlich in das Gewühl,
bis der letzte um fünf gegangen war.
Dann rannte er hastig ins Nachbarlokal,
suchte und fand im dunstigen Saal
das Mädchen, das stündlich sich restlos entkleidet,
worunter nur er und kein anderer leidet.
Ich zieh' mich an und langsam aus
und nicht allein und nicht zu Haus',
ich bin auf dem Gebiet
das einz'ge, was hier zieht,
ich zieh' mich an und langsam aus.
Ich bin vielleicht kein grosses Licht,
doch wenn ich strippe,
da merkt man's nicht,
ich leb' von meiner Haut,
bin selten gut gebaut,
ich zieh' mich an und langsam aus.
In seinem Leid verkauft er's Klavier,
bei einer Razzia folgte er ihr,
hält um sie an noch auf dem Revier.
Sie wurde brav und führte das Haus,
putzte Gemüse und ging niemals aus,
doch bei Ultimo flogen sie hinaus.
Jetzt geht sie wieder ins alte Lokal
und zeigt wie früher das Muttermal,
und er wird wie kaum ein andrer beneidet,
worunter nur er und kein anderer leidet.
Ich zieh' mich an und langsam aus
und nicht allein und nicht zu Haus',
ich bin auf dem Gebiet
das einz'ge, was hier zieht,
ich zieh' mich an und langsam aus.
Ich bin bestimmt kein grosses Licht,
doch wenn ich strippe,
da merkt man's nicht,
steh' gross auf dem Plakat
und wär' so gern privat,
ich zieh' mich an und langsam aus
ich zieh' mich an und langsam aus.
das lied hat rosenstolz gecovert
aber von Hildegard Knef find ich´s viel schöner
und bin grad mal 17 und hör sowas
panthergirlie1994 6 months ago 2
Traumhaft schön!
Danke für diesen Live Ausschnitt von Hildegard Knef.
985070 10 months ago
Wunderbar!
Lightflash95 1 year ago