Robert Kurz im Interview
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wie formulierte es Rosa Luxemburg: "Krieg dem Kriege"
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Ich hab es mir zunächst mal Audiodatei angehört. Ingo Elbe - wow - gefällt mir sehr gut!!! Er denkt und argumentiert sehr logisch, wie man das auch von Robert Kurz kennt. Er deckt sogar bei ihm noch verbesserungswürdige Ungenauigkeiten auf. Das sind zwar nur Feinheiten im Mischmasch hoher Abstraktionsebenen - aber das muss erstmal jemand schaffen! Respekt!!! Die beiden ergänzen sich optimal und können sich gegenseitig beflügeln und korrigieren. Echt Klasse!!!
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@spitfiree Klar, brauchen wir nicht drüber zu reden, nur: bevor das Baby geschlachtet wird, wird es sauber tranchiert. Kritiker eignen sich immer ganz gut, um einen Überblick zu erhalten, und zu sehen, was es schon gab.
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@bimhimbim Neuere Ansätze im Rahmen und in Tradition der Neuen Marx-Lektüre seit den 60ern unterscheiden sich diesbzgl fundamental von älteren Theorien. Stichworte wären: logisch-systematisch Methode oder monetäre Werttheorie. Es würde zu weit führen, das hier auszubreiten, aber bei Interesse kann man das gern per PN weiterführen.
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@bimhimbim Mises einzig vernünftiges Argument bezieht sich auf die angebliche Unmöglichkeit einer rationalen Wirtschaftsrechnung im Kommunismus. Einen vernünftigen "gemeinsamen Ausdruck" von "Stunden verschieden qualifizierter Arbeit und anderer Dinge" (Mises) konnte der traditionelle Marxismus mit seiner zentralistischen Kommandowirtschaft tatsächlich nicht finden, weil dem Moment der Subjektivität nicht genügend Rechnung getragen wurde.
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@spitfiree Lies mal bei Mises Die Gemeinwirtschaft, ein scharfer Kritiker sozialistischer Ansätze, und der stellt das alles säuberlich dar, was es so an Ansätzen gibt. Im Kurzschen Sinne könnte man als "Keimform" des anderen vielleicht die Kompetenz der Bildung von alternativen Institutionen sehen.
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@bimhimbim Wieso überholt? Was schlägst du denn vor? Ich begreife diese Maßnahmen als ersten Schritt zu einer Vergesellschaftung der Produktionsmittel und sehe keine Alternative das Systemproblem anders zu lösen, als durch kollektive Selbstorganisation und per Try & Error neue Formen zu entwickeln.
@spitfiree
Nach meiner Wahrnehmung ist das bei Kurz nicht so. Er stellt das lediglich hier nicht in den Mittelpunkt, was dadurch durchaus den Eindruck erwecken könnte. Im "Schwarzbuch Kap." hingegen geht er stärker darauf ein, wie sich Kapitalismus aus dem Feudalismus entwickelt hat. Da wird besser deutlich, dass das Unterdrücken der meisten Menschen ebenso der Sinn der neuen Konstitution ist wie das Ausbeuten ihrer Lebensenergie zugunsten einer neuen Elite (Bourgeoisie anstatt Adel).
Ameisenwelle 11 months ago
@Ameisenwelle Alleine das Label Wertkritik zeigt doch schon den Schwerpunkt. Das eigentlich traurige ist aber, dass die selbsternannte "Wertkritik" einen falschen, mystizistischen Wertbegriff hat und daher auch ziemlich romantische Kommunismus-Vorstellungen. Ingo Elbe hat das in seinem "Marxismus-Mystizismus"-Artikel sehr schön auseinandergenommen.
spitfiree 11 months ago
@DerStaubsauger
Gerade Robert Kurz kann sehr wohl zwischen Sinnhaftigkeit des typisch systemimmanenten Klassenkampfes und dem Ringen um eine ernsthafte, neue und anders konstituierte Gesellschaft sehr gut unterscheiden.
siehe: exit-online(.)org und dort unter "Schwerpunkte" und dem Punkt "Der doppelte Marx - Kritik des Traditionsmarxismus" der Artikel "Wir haben ihn so geliebt den Klassenkampf“
Ameisenwelle 11 months ago
@Ameisenwelle Wobei Kurz verkennt, dass die Klassentrennung für den Kapitalismus genauso konstitutiv ist, wie die Vermittlung durch den Wert.
spitfiree 11 months ago